Hartbergs Planungen laufen auf Hochtouren
Bei den Hartbergern wurde nach den Tumulten beim Spiel gegen den GAK noch kräftig gefeiert. Vier Spieler sind bereits fix weg - ob Trainer Walter Hörmann verlängert, entscheidet sich am Sonntag.

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Die Stimme klang noch etwas kratzig, dafür waren die Kopfschmerzen bereits verflogen. "Nachdem die GAK-Fans weg waren, haben wir noch länger im Stadion gefeiert", erzählt Hartbergs Obmann Franz Grandits, der den Blick aber schon nach vorne richtet, liefen am Samstag doch bereits die Planungen für die kommende Saison in der Ersten Liga an.
Stefan Rakowitz (zu Wiener Neustadt), Robert Strobl (zu Grödig), Lukas Mössner (zu Pasching) und Manuel Prietl (zu Mattersburg) haben ihre Koffer bereits gepackt, mit dem Großteil der anderen Spieler gibt es laut Grandits bereits Vorverträge. Zuallererst steht aber der Verhandlungspoker mit Trainer Walter Hörmann an - der Steirer, der angeblich noch andere Angebote hat, wird sich am Sonntag über eine Verlängerung in der Oststeiermark entscheiden.
Hätte Durlacher getroffen ...
"Schade, dass es so geendet hat. Für den GAK, der durch den Platzsturm einen Kosten- und einen Imageverlust erleidet, tut es mir wirklich leid", meinte Hörmann, der auch gestand: "Hätte Durlacher seine Chance zum 1:1 verwandelt, dann hätte wohl der GAK das Rennen gemacht. Aber so waren eben wir um ein Alzerl glücklicher, abgebrühter, reifer."
Für Hörmann war es übrigens der zweite Spielabbruch. "1989 war ich mit der Austria bei Ajax Amsterdam. Nach dem 1:0 in Wien erzielten wir im Rückspiel in der Verlängerung das 1:1. Daraufhin rissen die holländischen Fans Zäune nieder, machten daraus Speere und warfen sie in Richtung von Goalie Wohlfahrt. Da sind wir schleunigst geflüchtet. Das Spiel wurde mit 0:3 strafverifiziert und Ajax für ein Jahr vom Europacup ausgeschlossen", erinnert sich der 50-Jährige.
Dass er mit Hartberg den Verbleib in der Ersten Liga geschafft hat, "ist schon toll. Wir haben die letzten neun Wochen gut gearbeitet. Und damit meine ich alle - die Spieler und den gesamten Betreuerstab", sagt Hörmann, der zugleich betont: "Ich habe mich einmal genauer damit beschäftigt - es gibt in Europa kein zweites Land, wo in der dritten Liga der Meister nicht direkt aufsteigt. Dieses Format gehört schleunigst geändert. Ebenso, wie der Umgang mit bestimmten Fans. Da muss man mit Gefängnis oder lebenslangem Ausschluss drohen."













