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    Zuletzt aktualisiert: 09.06.2012 um 13:55 UhrKommentare

    GAK-Traum endete mit Skandal

    Als Startschuss in eine neue Ära angedacht, hat die Relegation für den GAK in einem Desaster geendet. Es gab sieben Festnahmen nach Ausschreitungen. Der ÖFB entscheidet am Montag über die Wertung.

    Die Polizei hatte jede Menge voll zu tun ...

    Foto © GEPADie Polizei hatte jede Menge voll zu tun ...

    Nach dem Gegentreffer zum 0:3 im Relegations-Rückspiel in Hartberg brannten bei einem Teil der Anhänger der "Roten Teufel" am Freitagabend die Sicherungen durch. Nach einem Platzsturm von rund 50 Fans musste die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen. Der ÖFB will am kommenden Montag über die Wertung des Spiels entscheiden. Danach wird ein Verbandsstrafverfahren eingeleitet.

    Auszugehen ist davon, dass die Partie mit 3:0 für die somit weiter in der Ersten Liga spielenden Hartberger strafverifiziert wird. Außerdem wartet auf den GAK eine Geldstrafe. Sportlich gesehen bleiben die Grazer damit weiter in der Regionalliga. Das rückte nach diesem Abend aber fast in den Hintergrund. Sieben Personen wurden vorübergehend in Verwahrungshaft genommen, eine Beamtin verletzt. Aufseiten der angereisten Grazer Fans mussten sieben Personen ärztlich versorgt werden.

    Ende der Aufstiegsträume

    Nach dem offiziellen Spielabbruch durch Schiedsrichter Markus Hameter waren die Scharmützel zwischen den 180 Polizeibeamten und den Fans munter weitergegangen. Böller krachten und Teile der Tribüne, wo die rund 1.000 Grazer Anhänger untergebracht waren, wurden demoliert. Erst gegen 23.00 Uhr entspannte sich nach der Abreise der mit Bussen angereisten GAK-Anhänger die Lage. "GAK verliert Spiel, Aufstieg und Gesicht" vermeldete die Homepage der Grazer unmittelbar nach dem unrühmlichen Ende der Aufstiegsträume. Man wurde sogar noch deutlicher: "Heute haben wir es sportlich verbockt, vor allem haben wir aber nichts im Profi-Fußball verloren, solange wir solches Gesindel im Schlepptau haben!"

    GAK-Präsident Benedikt Bittmann versuchte noch auf dem Spielfeld, die Lage zu beruhigen. Danach stellte er sich auch selbst die Sinnfrage. "Das ist in keinster Weise zu tolerieren. Das habe ich den Fans vor dem Spiel gesagt. Ich werde mein Engagement beim GAK überdenken", sagte Bittmann gegenüber der "Kleinen Zeitung". Sein Vize Raimund Pock erklärte: "Das ist ein Albtraum für uns." Befürchtet wurden solche Ausschreitungen schon vor der Partie. Auch deshalb kam leise Kritik vonseiten der Grazer auf, da das "Hochrisikospiel" im 3.600 Zuschauer fassenden Hartberger Stadion ausgetragen wurde. Der Einsatzleiter der Polizei bestätigte, dass es im Vorfeld mehrere Besprechungen mit Verantwortlichen gab, Hartberg aber auf das Heimrecht nicht verzichten habe wollen.

    Härtere Linie fahren

    Der ÖFB hatte das Spiel als Risikospiel eingestuft und mit Peter Truzla einen Spieldelegierten entsandt. Dieser sowie Referee Hameter werden nun einen Bericht vorlegen, der als Basis für die Entscheidung des Komitees für Cup-Bewerbe dienen wird. Der Fußballbund kündigte bereits an, eine harte Linie zu fahren. "Derartige Aktionen sind auf das Schärfste zu verurteilen. Der ÖFB muss und wird mit aller Entschiedenheit gegen solche Vorfälle vorgehen", versicherte ÖFB-Präsident Leo Windtner in einer Aussendung.

    Quelle: APA

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