Nächtigungen gingen leicht zurück
Der Tourismusregionalverband Oststeiermark zog Bilanz und wählte einen neuen Obmann: Andreas Friedrich folgt Jochen Pack nach.

Foto © Fuchs
Bei der diesjährigen Vollversammlung des Tourismusregionalverbandes Oststeiermark im Hotel-Restaurant Gruber in Obersaifen verzichtete der amtierende Obmann Jochen Pack auf eine abermalige Kandidatur. Als seinen Verdienst schrieb sich Pack zu, zu Beginn seiner Amtszeit vor vier Jahren den Zusammenhalt innerhalb des Tourismusregionalverbandes nachhaltig gestärkt zu haben. "Er stand an der Kippe", erinnerte sich der scheidende Obmann an interne Querelen. Auch an der Werbestrategie, aus der Oststeiermark den "Garten Österreichs" zu machen, wirkte Pack ebenso mit wie an der Einführung der Genusscard in Kooperation mit dem Steirischen Thermenland. Pack rückblickend: "Es waren vier bewegende Jahre."
Bei der anschließenden Neuwahl des Vorstandes wurde der Gastronom Andreas Friedrich aus Geiseldorf zum neuen Obmann gekürt. Bürgermeister Rudolf Grabner aus Koglhof wurde in seiner bisherigen Funktion als Obmannstellvertreter bestätigt.
Im Gegensatz zur Gesamtsteiermark, die letztes Jahr ein minimales Plus bei den Nächtigungen erzielen konnte, musste die Oststeiermark mit knapp 1,4 Millionen Nächtigungen ein Minus von 1,4 Prozent hinnehmen. Am stärksten waren die Einbußen im Joglland und in der Region Grafendorf mit jeweils rund vier Prozent. Auch die Top-Tourismusdestination Bad Waltersdorf sackte bei den Nächtigungen um 1,2 Prozent ab. Mit rund einer halben Million Nächtigungen bleibt der Thermenort aber weiterhin das touristische Zugpferd der Oststeiermark. "Einige Beherbergungsbetriebe haben zugesperrt", glaubt Eva Pataki, Geschäftsführerin des Tourismusregionalverbandes Oststeiermark, den Grund für den Nächtigungsrückgang zu kennen. Zudem könne man sich nicht, so Pataki, der Tendenz zur kürzeren Aufenthaltsdauer entziehen. Sie plädierte daher für eine Qualitätsoffensive.
Neo-Obmann Andreas Friedrich dankte in seiner Antrittsrede für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Aufgrund des vielfältigen kulturellen wie kulinarischen Angebots attestierte er der Oststeiermark weiterhin sehr gute touristische Marktchancen. Abschließend verwies Ehrengast Georg Bliem, Chef des Steiermark-Tourismus, auf die Wichtigkeit eines gut konzipierten Werbeauftritts sowohl bei den Printmedien wie auch online.













