Bosch-Rallye: Benzin im Blut und Alkohol im Tank
Zum ersten Mal bringt Willi Stengg bei seiner Heimrallye in Pinggau Freitag und Samstag einen Subaru mit Bio-Ethanol-Antrieb an den Start.

Foto © GEPAWilli Stengg
Am Tag der Arbeit geht es am Freitag für die heimische Rallye-Elite mit dem dritten Lauf zur Staatsmeisterschaft, der Bosch-Rallye im Raum Pinggau, weiter. Wegen des Feiertags wurde das Freitag-Programm etwas ausgeweitet und es stehen am Freitag ab 16 Uhr bereits fünf Sonderprüfungen auf dem Programm. Höhepunkt ist der Rundkurs in Rohrbach, den wieder Tausende Fans säumen werden. "Die Strecke ist diesmal zwar etwas kürzer, die Streckenführung aber noch spektakulärer", weiß Willi Stengg junior, der ja in Rohrbach zu Hause ist.
Erfahrung fehlt. Mangelnde Streckenkenntnis wird er also nicht haben, dafür fehlt ihm jegliche Erfahrung mit seinem neuen Auto. "Bis auf das Rollout sind wir noch keinen Meter gefahren", sagt er. Stengg wird nämlich erstmals einen Subaru Impreza mit Bio-Ethanol-Antrieb an den Start bringen.
85 Prozent Alkohol. Bio-Ethanol ist ein Wort, das sich aus biogen (biologischen Ursprungs) und Ethanol (farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit mit brennendem Geschmack, umgangssprachlich auch Alkohol genannt) zusammensetzt. "Wir fahren mit 85 Prozent Alkohol und nur 15 Prozent Treibstoff. Von der Umwelt her also ideal", sagt Willi Stengg.
Große Herausforderung. "Der Mitsubishi ist im Vorjahr mit Bio-Ethanol ja schon sehr gut gelaufen und war gegen die anderen Gruppe-N-Autos konkurrenzfähig. Für unser Team war die Herausforderung daher sehr groß, es auch im Subaru zu versuchen", erläutert Stengg.
Probleme. Ein Unterfangen, das aber auch schon Manfred Stohl erhebliche Probleme gestellt hat. Auch er versucht es in Pinggau wieder. Favoriten sind Raimund Baumschlager im Skoda S 2000 sowie Andreas Waldherr im VW Polo S 2000. Dahinter folgt Hannes Danzinger im Golf-Kitcar und die nicht mehr so dominierende Mitsubishi-Armada mit Mario Saibel, Walter Kovar oder Patrick Winter. Stengg hat sich so zirka Platz sechs oder sieben zum Ziel gesetzt, vor allem aber pannenfrei durchzukommen.Features
Bosch-Rallye
- Start: Freitag, 16 Uhr, Hauptplatz Friedberg.
- Ziel: Samstag, 2. Mai, 18.32 Uhr, Friedberg.
- Fahrerlager: Freizeitzentrum Pinggau.
- Sonderprüfungen, 1. Mai: SP 1, SP 3, SP 5 (Rohrbach): 16.21 Uhr, 18.21 Uhr und 20.01 Uhr. SP 2, SP 4 (Pinggau Rundkurs kurz): 17.45 Uhr, 19.25 Uhr.
- Sonderprüfungen, 2. Mai: SP 6, SP 8 (Wiesenhöf): 11.10 Uhr, 11.10 Uhr SP 7, SP 9 (Steingraben): 9.44 Uhr, 11.53 Uhr SP 10, SP 12 (Haideggendorf): 14.47, 16.51 SP 11, SP 13 (Pinggau Rundkurs lang): 15.30 Uhr, 17.34 Uhr.







