Nicht heiß auf das Eis
Hartberg denkt erneut über die Eishalle nach, in Diskussion ist eine Finanzierung mit den Nachbargemeinden. Dort will man davon aber nichts wissen.

Foto © PilchSiegbert Handler (rechts) will das Kunsteis nicht mitfinanzieren, Franz Pötscher vermisst Zahlen von der Stadt
Das Tauziehen ums Hartberger Kunsteis geht weiter. Wie berichtet, hat der Gemeinderat im Dezember den Abbruch des Daches und die Einschränkung der Eiszeiten beschlossen, die Entscheidung nun jedoch nach heftigen Protesten noch einmal einem Ausschuss zugewiesen. Angestrebt wird offenbar ein Finanzierungsmodell auf Ebene der Kleinregion.
Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden haben allerdings wenig Lust, die laut Rathaus 60.000 Euro teure Kunsteisherstellung mitzufinanzieren. "Sicher nicht", wehrt Siegbert Handler (VP) aus Greinbach ab. Das Eis müsse sich über die Eintritte finanzieren, die Zeit der "Gratisbelustigungen" sei vorbei. Ähnlich argumentiert Günter Müller (SP), St. Johann/Haide: "Unmöglich, keine Chance", sagt er. Der Betrieb einer Eishalle könne allenfalls auf Bezirksebene geschultert werden. Dies habe man in einer Sitzung der Kleinregion auch so deponiert.
Vorsichtiger reagiert Franz Pötscher VP-Bürgermeister von Hartberg-Umgebung und Vater von Bernd Pötscher, der als Sprecher des Hockeyvereines derzeit für die Rettung der Halle läuft. Man könne über alles reden, sagt er, allerdings zahle die Gemeinde bereits jetzt über Pflichtschulbeiträge zu den Sportanlagen dazu. Von der Stadt habe er noch keine Zahlen bekommen, wie viel der Eisbetrieb wirklich koste.
Den Betrieb nur über Eintritte zu finanzieren, hält man im Rathaus für kaum möglich. Die Einnahmen decken nur einen Bruchteil des Aufwandes, erklärt HSI-Chef Manfried Schuller. "Um die Nulllinie zu erreichen, bräuchten wir täglich 400 Besucher." Bei den aktuellen Temperaturen seien für Eisläufer die Seen interessanter als das Kunsteis.







