Putz: "Ich setze mir ständig neue Ziele"
Versehrtensport: Manfred Putz ist für viele Menschen ein Vorbild.
In den stillsten Tagen des Jahres finden viele Menschen Zeit, über ihre Situation nachzudenken. Für viele kann ein Behindertensportler wie Manfred Putz aus Grafendorf bei Hartberg ein großes Vorbild sein. Denn nach seinem schweren Schicksalsschlag - ein Autounfall mit Querschnittlähmung als Folge vor zwölf Jahren - hat der jetzt 39-Jährige seinen Ehrgeiz nie verloren. Im Gegenteil.
Sechs Wochen Krankenhaus, sieben Monate Rehabilitation in Tobelbad, sechs Wochen chinesische Medizin in Innsbruck und zehn Wochen bei Willi Dungl in Gars am Kamp brachten keine Hoffnung, die Motorik in den Beinen wiederzuerlangen.
Putz setzte sich ständig neue, für ihn erreichbare Ziele. Seit einem Treffen mit dem Mauterner Behindentrensportler Fritz Hopfgartner 2001 zählt der sportliche Erfolg mit dem Handbike. "Ich wollte kein Leben mit Therapien verbringen. Beim Handbiken habe ich gesehen, dass das besser ist, als jede Therapie", sagt er. EM-Silber 2005, Weltcupsieg 2006, sieben Europacupsiege 2007 und die Plätze vier und fünf bei den Paralympics 2008 waren die größten Erfolge.
"Mich macht der Glaube sehr stark. Er hat mir Mut und Kraft gegeben, mir die vielen Reisen, die mit meinem Sport verbunden sind, zuzutrauen. Anfangs muss man sich überwinden. Jetzt ist alles zur Selbstverständlichkeit geworden - Training, Autofahren, die vielen Flüge", sagt Putz. Er hat gerade einen neuen Langlaufschlitten gekauft, mit dem er das Training für die neue Handbike-Saison vorbereitet. Mit der ihm eigenen Konsequenz will er sein großes Ziel, bei Olympia einmal ganz oben zu stehen, verwirklichen.









