Busse fahren seltener
Andrea Fuchs ist auf den Bus angewiesen, um zur Arbeit nach Graz zu kommen. Nun wurden Verbindungen gestrichen. Das bereitet ihr Sorgen.

Foto © PreissAndrea Fuchs ist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen
Andrea Fuchs aus Rohrbach an der Lafnitz leidet an einer Augenerkrankung. Das ist auch der Grund, warum sie nicht mit dem Auto fahren darf. Um zu ihrer Arbeit nach Graz zu kommen, ist sie seit acht Jahren auf den Bus angewiesen. Mit Inkrafttreten des neuen Fahrplans wurden einige Verbindungen, vor allem zwischen Hartberg und Rohrbach, eingestellt. Das sieht sie als Alarmzeichen. Werden zukünftig weitere Linien gestrichen, befürchtet sie, dass sie ihren Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr erreichen kann und ihren Job verlieren könnte.
"Gibt es keine Verbindung mehr nach Rohrbach, müsste ich in Hartberg ein- und aussteigen. Das sind bis zu mir 16 Kilometer, die ich unmöglich zu Fuß zurücklegen kann", erzählt Fuchs. Schon jetzt fahre der letzte Bus am Abend den Ort nicht mehr an. "Ich muss eine halbe Stunde nach Hause gehen", sagt sie.
Zudem gebe es am Nachmittag eine Pause von drei Stunden, in der keine öffentliche Verkehrsmittel von der Bezirkshauptstadt nach Rohrbach fahren. "Das ist sicher nicht nur für mich, sondern auch für ältere Menschen ein Problem", meint sie.
Christoph Posch, Pressesprecher der ÖBB, erklärt den Grund für die Kürzungen: "Wir mussten in der gesamten Steiermark Leistungen zurücknehmen. Davon sind etliche Kurse betroffen, vor allem jene, wo keine oder nur wenige Fahrgäste die Busse benutzt haben." Gestrichen wurden vor allem jene Linien, wo bei Zählungen im Gesamtabschnitt maximal acht Fahrgäste unterwegs gewesen seien. "Vor allem in verkehrsschwachen Zeiten wie beispielsweise am Wochenende", sagt er.
Fuchs hofft nun, dass die eingestellten Linien wieder aktiviert werden und vor allem nicht noch mehr Verbindungen gestrichen werden. "So geht das wirklich nicht", stellt sie fest. "Momentan sind keine weiteren Kürzungen geplant. Ausschließen kann ich aber nicht, dass es in Zukunft weiteren Anpassungen gibt", meint Posch.













