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Zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 um 22:24 UhrKommentare

Ein gutmütiger Vierbeiner mit "Sturschädel"

Durch den Film "Hachiko" wurde die Hunderasse Akita über Nacht berühmt. Doch wie ist der Filmhund in Wirklichkeit? Eine Pfotenanalyse der steirischen Akitas.

Enge Freundschaften zwischen Tier und Mensch: Madeleine Heinricht mit ihrem Akita Riu

Foto © KLZ Digital/David BauerEnge Freundschaften zwischen Tier und Mensch: Madeleine Heinricht mit ihrem Akita Riu

Schau, die hat einen Wolf an der Leine!" Wenn Madeleine Heinrich mit ihrem Akita "Riu" spazieren geht, fällt sie auf - nicht nur, weil er so unglaublich kuschelig aussieht. "Wenn Riu keine Lust mehr zu gehen hat, legt er sich einfach hin und steht erst wieder auf, wenn er (!) entscheidet, dass es Zeit dazu ist." Sie könnte viele Geschichten von der Sturheit ihres vierbeinigen Gefährten erzählen. Einer Sturheit, die typisch für diese alte japanische Hunderasse ist.

Von der Jagd zum Haustier

"Der Akita ist so etwas wie die Katze unter den Hunden", erklärt Züchterin Bettina Haidenbauer-Stengg aus St. Johann bei Herberstein. Ursprünglich als Jagdhund für Großwild eingesetzt, habe er gelernt, eigenständig Entscheidungen zu treffen, weshalb er jeden Befehl des Menschen hinterfragt. "Wenn du einmal zu einem Akita ,Platz' sagst, wird er es wahrscheinlich machen. Beim zweiten Mal beäugt er dich kritisch und beim dritten Mal denkt er: Leg dich doch selbst hin. Und er wird sich nicht von der Stelle bewegen." Mit viel Liebe, Geduld und Konsequenz müsse man einen Akita erziehen - "Dann ist er der treueste und gutmütigste Begleiter, den man sich vorstellen kann", so Haidenbauer-Stengg.

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Foto © KLZ Digital/David Bauer

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Das Bild des treuen Begleiters wird auch im Film "Hachiko" vermittelt, der Freitag in den heimischen Kinos angelaufen ist. Richard Gere mimt dabei den Universitätsprofessor Parker Wilson, dessen Hund ihm auch nach seinem Tod die Treue hält. Eine wahre Geschichte. Aber auch eine Geschichte, die Haidenbauer-Stengg nachdenklich macht. "Der Film ist erst angelaufen und schon häufen sich bei mir die Anfragen nach Akita-Welpen." Dabei sei den Menschen nicht bewusst, dass ein Hund auch Arbeit, Zeit und Geld kostet. "Und aufgrund seiner Eigenheiten ist gerade der Akita kein Hund für Anfänger."

Das bestätigt auch Madeleine Heinrich, die sehr lange gebraucht hatte, um den Zugang zu Riu zu finden. Doch mittlerweile haben sich Hund und Frauchen aneinander gewöhnt. "Und es würde mir was fehlen, wenn er mich nicht täglich mit seinem Wolfsgeheul begrüßen würde."

HEIKE KRUSCH

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Akita Inu

Der Akita zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt. In Japan lässt sich die Zucht - hauptsächlich zum Zweck der Großwildjagd - bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen.

In Österreich ist der Akita, dessen Haltung nur erfahrenen Hundebesitzern empfohlen wird, sehr selten. Es gibt nur etwa 300 Exemplare.

Die Geschichte des Hundes "Hachiko" im gleichnamigen Film beruht auf einer wahren Begebenheit.

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