"Warum lässt Gott das zu?"
Trauer in Vorau. Am Unfallort wird nach Erklärungen gesucht.

Foto © Harald HoferAm Unfallort wurden Kerzen aufgestellt
In Vorau hängt noch ein Plakat, welches das für Sonntag vorgesehene Fest für den Pfarrpatron Ägydius ankündigt. Aber nach dem Unfall wurden noch in der Früh alle Vorbereitungen gestoppt. Pfarrer Lukas Zingl erzählt von der großen Trauer, die im Ort herrscht. Er habe versucht, in der Sonntagspredigt Trost zu spenden: "Die Frage ist immer, warum der liebe Gott so etwas zulässt. Aber Gott kann nicht dazwischenfahren und verhindern, was durch menschliches Versagen ausgelöst wurde."
Etliche Menschen kommen Sonntagnachmittag zur Unfallstelle oberhalb des Ortes, auf der sogenannten Kring. Manche werfen aus dem Auto einen scheuen Blick auf die markierten Stellen, an denen die Opfer gelegen sind. Daneben stehen Kerzen. Spaziergänger versuchen, in Gesprächen eine Erklärung zu finden. "Mich hat um 3 Uhr früh der Hubschrauber geweckt", sagt ein Rentner, der in der Nähe wohnt, "da hab' ich gewusst, dass beim Fest etwas passiert sein muss."
Eine Gruppe von Burschen bleibt mit ihren Mopeds stehen. Sie waren sm Sonntag auf dem Fest. "Da hab' ich Glück gehabt. Fünf Minuten vor dem Unfall bin ich mit dem Moped da gefahren", erzählt einer. Auch den Unglückslenker hat er auf dem Festgelände zuvor noch gesehen.
Jetzt ist der Platz leer. Auf dem mit Brettern umzäunten Areal entsorgt jemand alte Flaschen, die vom Samstag übrig geblieben sind. Mitten auf der Wiese, die als Parkplatz gedient hat, stehen wie gestrandet noch ein paar Autos - ihre Lenker waren vernünftig genug, den Zündschlüssel in der Tasche zu lassen.
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Jugendliche an der UnfallstelleFoto © Harald Hofer













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