Tierschützer klagen steirischen Fiaker
Vom Aktiven Tierschutz aufgenommene Fiaker-Pferde weisen Zahnfehlstellung und fehlende Hufpflege auf. Pferde werden versorgt. Die Tiere mussten vor Kurzem verkauft werden, Besitzer erlitt Schlaganfall.

Foto © APA/Sujet
So etwas Entsetzliches habe ich in den letzten 30 Jahren nicht mehr gesehen. Da hat ein Pferd eine Fehlstellung des Gebisses, einen richtigen Elefantenzahn. Unfassbar." Herbert Oster, Präsident des Aktiven Tierschutzes Steiermark, ist außer sich. Und er kündigt eine Anzeige gegen die ehemaligen Besitzer der Pferde an.
Bei den betroffenen Tieren handelt es sich um die beiden Grazer Fiaker-Pferde "Mischo" und "Hafer", die vor Kurzem verkauft werden mussten, weil der Besitzer einen Schlaganfall erlitten hatte. "Wir haben die Tiere angekauft und von unserem Tierarzt untersuchen lassen", schildert Oster. "Auch der war entsetzt. Das eine Pferd ist so entstellt, dass es kaum fressen kann, beim anderen sind drei Hufe gar nicht beschlagen. Wir übernehmen die Versorgung und Einstellung der Tiere auf einem Hof in Zwaring." Doch damit nicht genug: "Ich verspreche, diesen Fall anzuzeigen."
Die Frau des erkrankten Fiakers ist indes entsetzt. "Für meinen Mann waren die Pferde das Heiligtum. Es ist eine bodenlose Frechheit, was ihm da vorgeworfen wird." Auf die Frage, was es mit dem Elefantenzahn des Pferdes auf sich habe, antwortete die Frau: "Das liegt doch schon vier, fünf Jahre zurück. Damals hat ein Tierarzt, ohne uns zu fragen, vier statt zwei Zähne gezogen. Seitdem hat sich da das Kiefer irgendwie verschoben."
Herbert Oster appelliert an die Tierfreunde. Mit einer Übernahme einer Patenschaft könne man "Mischo" und "Hafer" helfen.









Derzeit gibt es hier keine Fotos zu diesem Thema.
