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Zuletzt aktualisiert: 20.03.2012 um 19:34 UhrKommentare

Lagermax-Gruppe übernahm steirische Frikus GmbH

Die Salzburger Speditionsgruppe Lagermax hat rückwirkend mit Jahresbeginn 2012 das steirische Speditions- und Transportunternehmen Frikus Friedrich Kraftwagentransport und Speditions GmbH mit Hauptsitz in Zettling bei Graz übernommen.

Foto © APA/Sujet

Die Gerüchteküche brodelte bereits seit Monaten. Jetzt ist es fix. Das steirische Traditionsunternehmen Frikus wird übernommen. Oder besser: wurde übernommen. Die Salzburger Lagermax-Gruppe hat den steirischen Logistiker rückwirkend mit 1.1.2012 gekauft.

Frikus ist der größte steirische Transporteur und zählt mit zuletzt insgesamt 320 Lkw, einem Umsatz von rund 65 Millionen Euro und 570 Mitarbeitern auch zu den größeren Logistikern Österreichs. "Im Vergleich zu den großen europäischen Unternehmen waren wir aber zu klein", begründet Geschäftsführerin Regina Friedrich den Verkauf. Bereits seit Jahren hat man daher Kooperationen aufgebaut. "Mit Lagermax arbeiten wir schon mehr als 15 Jahren zusammen." Welche Auswirkungen wird der Verkauf haben? Friedrich sieht vor allem positive Folgen und betont: weder bei den Standorten noch bei der Mitarbeiterzahl - "sie sind sehr gut ausgebildet und werden mit Kusshand übernommen" - soll es Einschnitte geben. Im Gegenteil, "durch diesen Schritt ist weiteres Wachstum möglich". Auch die Marke Frikus bleibe erhalten.

Übergangsphase

Frikus wurde 1928 gegründet und betreibt neben den österreichischen Standorten Zettling, Kalsdorf, Wien und Güssing, Niederlassungen in Ungarn und Slowenien. Lagermax, ebenfalls ein traditionsreiches Familienunternehmen, erwartet sich weitreichende Synergie-Effekte. "Mit dieser Akquisition stärken wir unsere österreichische sowie zentral- und osteuropäische Präsenz und bauen unser Netzwerk weiter aus", so Lagermax-Vorstand Alexander Friesz. Bereiche wie Abfallwirtschaft und Recycling erweitern als neue Geschäftsbereiche die Angebotspalette von Lagermax. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Auch die Frikus-Geschäftsführung soll - zumindest vorerst - in der bisherigen Konstellation bestehen bleiben, die Familie Friedrich bleibt an Bord. Seitens Lagermax ist davon die Rede, dass in den kommenden Monaten eine "sorgfältig geplante Integration von Frikus in die Unternehmensgruppe vollzogen wird."

Die Lagermax Gruppe erwirtschaftete 2011 einen Gesamtumsatz von 305 Millionen Euro und beschäftigt 2410 Mitarbeiter. Das Unternehmen wurde 1920 gegründet, die Zentrale befindet sich in Salzburg.

Schwingt bei den Ex-Eigentümern auch Wehmut mit? "Wir sind eigentlich sehr stolz, dass durch diesen zukunftsträchtigen Schritt weitere Wachstumsmöglichkeiten eröffnet werden", so Friedrich.

MANFRED NEUPER

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