Paar Gmbh: Arbeiter wurden zu Angestellten
Die Anton Paar GmbH fordert die rechtliche Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten und einen zeitgemäßen und einheitlichen Arbeitnehmerbegriff. Alle Arbeiter der Firma wurden nun zu Angestellten.

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Das Unternehmen Anton Paar spricht sich gegen eine Unterscheidung von Arbeitern und Angestellten aus. 1922 als Ein-Mann-Schlosserei gegründet, hat Anton Paar heute mehr als 1300 Mitarbeiter weltweit. Bereits 2002 übernahm der Messtechnikhersteller alle Arbeiter ins Angestelltenverhältnis. Ausschlaggebend dafür sei ein Krankenschein gewesen, auf dem die Mitarbeiter noch "Arbeiter" oder "Angestellter" anzukreuzen hatten, erklärt Geschäftsführer Friedrich Santner.
Es sei an der Zeit, beide "rechtlich gleichzustellen und sich über einen einheitlichen, modernen Arbeitnehmerbegriff zu verständigen". Die Unterscheidung zeige die mangelnde Wertschätzung der Gesellschaft gegenüber manueller Tätigkeit und sei arbeitsmarktpolitisch relevant, ist Santner überzeugt. "Wenn wir uns nicht bald darauf besinnen, dass neben der geistigen auch manuelle Arbeit wesentlich ist, werden unsere Arbeitsplätze verschwinden."
Kürzlich wechselten in der Anton-Paar-Tochter ShapeTec in Wundschuh - im Zuge der Eröffnung eines neuen Produktionsgebäudes - 22 Mitarbeiter in das Angestelltenverhältnis.
Aus Mitarbeitersicht bedeute eine Gleichstellung mehr Identifikation mit dem Unternehmen, aber auch Motivation, Zufriedenheit "und sich im Unternehmen wichtig und wertvoll zu fühlen", sagt Maria Santner, Geschäftsbereichsleiterin Administration. In der Praxis habe man damit erfahrungsgemäß weniger Verwaltungsaufwand.
"Wir fordern ein Ende der Diskriminierung der Arbeiter", bekräftigt Friedrich Santner. Er wünscht sich, dass dieses Ziel "in absehbarer Zeit" breitflächig in der Wirtschaft Einzug hält, "damit sich die Unternehmen sagen können: Bei uns sind alle Mitarbeiter angestellt und alle arbeiten."







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