Todesopfer bei Löscheinsatz
In kurzer Zeit gingen in Graz-Umgebung zwei Gebäude in Flammen auf. Bei einem Löscheinsatz starb ein 56-jähriger Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Wundschuh an einem Herzinfarkt.

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Innerhalb von nur zehn Minuten wurden Samstagnacht acht Feuerwehren mit mehr als 110 Einsatzkräften zu zwei Bränden im Bezirk Graz-Umgebung gerufen. Tragisch: Bei einem der Löscheinsätze brach ein Helfer (56) nach einem Herzinfarkt zusammen und starb, ein weiterer Feuerwehrmann kam mit einer Rauchgasvergiftung ins Spital.
Um 22.45 Uhr wurde in Lichendorf in der Gemeinde Weitendorf bei Wildon Feueralarm ausgelöst. Im oberen Stockwerk der Buschenschenke "Häuserl im Wald" war ein Brand ausgebrochen. Vier Feuerwehren mit 32 Mann rückten sofort zum Einsatzort aus und konnten dadurch verhindern, dass das gesamte Gebäude ein Raub der Flammen wurde. "Der Brand wurde von einem Ventilatormotor ausgelöst, der aufgrund eines Defekts stecken geblieben sein dürfte", erklärt Brandermittler Alexander Schantl vom Landeskriminalamt. Durch die Reibungshitze fing das Schalungsmaterial im Dachgeschoss Feuer. Der verursachte Schaden beträgt 50.000 Euro.
Während bei dem Brand in Lichendorf niemand verletzt wurde, endete nur rund sieben Kilometer weiter ein Löscheinsatz in Wundschuh tragisch. Um 22.55 Uhr rief eine Nachbarin die örtliche Feuerwehr zu einem Wirtschaftsgebäudebrand in der Dorfstraße.
Bewohnerin gerettet
Nachdem die Pensionistin, die alleine im angebauten Wohnhaus lebt, von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet wurde, kämpften insgesamt 80 Einsatzkräfte von vier Feuerwehren gegen die Flammen. Mittendrin auch Oberlöschmeister Günter R. (56) von der FF Wundschuh. "Der Mann ist mit dem Tanklöschfahrzeug zum Brand gekommen und hat die Pumpe bedient. Plötzlich ist er zusammengebrochen", schildert Brandermittler Harald Stranz vom Landeskriminalamt die tragischen Augenblicke.
Obwohl seine Kameraden sofort zum 56-Jährigen eilten, kam für Günter R. jede Hilfe zu spät. Der Vater dreier Söhne, die sich ebenfalls bei der örtlichen Feuerwehr engagieren, verstarb noch am Einsatzort an den Folgen eines Herzinfarkts. Erst kürzlich war der Wundschuher, der in wenigen Tagen 57 Jahre alt geworden wäre, mit der Medaille für 40 Jahre verdienstvolle Tätigkeit bei der Feuerwehr geehrt worden. Zudem musste ein 17 Jahre alter Feuerwehrkamerad wegen einer beim Einsatz erlittenen Rauchgasvergiftung ins UKH Graz eingeliefert werden. Ein Kurzschluss in der Elektrik hatte den Brand verursacht. "Erst vor einem Jahr wurde das gesamte Gebäude renoviert", betonen die Angehörigen der Pensionistin. Der Sachschaden beträgt rund 200.000 Euro.









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