Im steirischen Transportgewerbe wackeln 2.500 Jobs
Kurzarbeit und Produktionseinbrüche bei Magna, Pilkington & Co dürften laut Hochrechnung der steirischen Wirtschaftskammer auch bei den Frächtern zu massivem Jobabbau führen.

Foto © Peter HaselmannAlbert Moder, Fachgruppenobmann der Spediteure bei der WK, hat selbst ein Speditionsunternehmen
Es sind düstere Aussichten, mit denen das steirischen Transportgewerbe auf Weihnachten zusteuert. Die Wirtschaftskrise hat bei den Frächtern zu großen Umsatzeinbußen geführt. Die Wirtschaftskammer befürchtet nun, dass in den kommenden Monaten 1500 bis 2500 steirische Lkw-Fahrer auf der Straße stehen könnten. "Der große Schock dürfte gegen Jahresbeginn hereinbrechen", sagt Albert Moder, Fachgruppenobmann der steirischen Spediteure.
Produktionsrückgänge. Schon jetzt stünden rund 700 Lkw leer auf den Parkplätzen, die Auftragsstände sind schlecht. Zu den Produktionsrückgängen der Autozulieferer kommen Reduktionen in der Holzindustrie. So soll die Produktion bei Mayr-Melnhof in Leoben von drei auf zwei Schichten zurückgefahren werden. "Wir rechnen deshalb mit 30 bis 40 Prozent weniger Transporten. Bei 7500 steirischen Speditionsbeschäftigten kann man sich ausrechnen, was das heißt", so Moder. Auch Firmenschließungen seien möglich. Von der Politik fordert Moder nun für Unternehmer eine ähnliche staatliche Hilfe wie für Banken. Die Warnungen der Frächter seien monatelang ignoriert worden.
225 gefährdete Arbeitsplätze. Beim Arbeitsmarktservice weiß man von den 2500 gefährdeten Jobs derzeit nichts. Momentan hätten sieben Frachtunternehmer insgesamt 225 gefährdete Arbeitsplätze im Frühwarnsystem angemeldet. Das seien etwa drei Mal so viele wie sonst um diese Jahreszeit üblich.
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Zu spüren bekommt die Flaute naturgemäß auch das Güterterminal in Graz Werndorf, das ohnehin schon im Vorjahr rote Zahlen schrieb. "Das halbe Container-Volumen in Werndorf kommt von Chrysler und Magna", so Terminal-Chef Franz Glanz.







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