Bürgerlisten treten gegen "Ortskaiser" an
22 Bürgerlisten wollen im Grazer Umland in den Gemeinden mitbestimmen. Parteipolitik sagen sie den Kampf an.

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Gleich 22 Bürgerlisten treten in Graz-Umgebung an - nur eine weniger als 2005. Auffällig viele wollen diesmal aber den arrivierten "Ortskaisern" die Suppe versalzen.
So die Bürgerliste Vasoldsberg, wo Spitzenkandidat Johann Weber aus Protest gegen die "Alleinherrschaft" von VP-Bürgermeister Josef Baumhackl erstmals mit eigener Liste antritt. Noch-VP-Mitglied Weber will um die Stimmen der Unzufriedenen buhlen. "Wir erhalten viel Unterstützung", ist Weber optimistisch, dem etwa der 120.000 Euro teure Radabstellplatz sauer aufstößt.
Ebenfalls aus Groll gegen seinen eigenen Parteichef Wolfgang Kasic tritt in Frohnleiten VP-Dissident Johann Galli-Magerl erstmals mit der Plattform Wir Frohnleitner an. Der "wilde" Noch-VP-Gemeinderat will sich um mehr Transparenz bemühen. Schaden werde sein Antreten der ÖVP nicht, meint Galli-Magerl, aber "den absolut regierenden Roten was wegzwicken".
Schon zum zweiten Mal tritt diesmal August Adam von der Bürgerliste Hitzendorf an. Drei Mandate schaffte man 2005, die will Adam vermehren, um die Absolute des schwarzen "Ortskaisers" Franz Höfer zu brechen, dem es nur um Großprojekte wie die Kirschenhalle gehe. Wieder wissen will es auch Gottfried Jesernik in St. Radegund, der seiner Liste UNS "den Auswüchsen der Parteipolitik im Ort unabhängige Kontrolle" entgegenstellen will.
In Nestelbach tritt die Liste Pro Nestelbach bereits zum vierten Mal an. Mit fünf Mandaten und dem Amt des Gemeindekassiers, das Langzeitobmann Helmut Schemeth inne hat, sorge man für Transparenz, so Schemeth. Der tritt aber nun in die zweite Reihe, um nicht als Spitzenkandidat in "ein Duell" mit Sohn Martin Schemeth zu geraten, der erstmals für die SPÖ ins Rennen geht.







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