Auf Grazer Bauernhof Cannabis gezüchtet
Polizei forschte drei Männer aus, die zwei Jahre lang nahe Graz eine Hanfzucht betrieben. Haupttäter kaufte vom Profit eine Pferderanch.

Foto © Polizei15.000 Euro hatten die Täter in die professionelle Anlage investiert
Ein anonymer Hinweis, akribische Ermittlungsarbeit und ein Sektenmitglied, das nicht lügen darf: Das sind die Eckpfeiler eines unglaublichen Falles, den die Beamten der Suchtmittelgruppe Flughafen Graz aufdecken konnten. Bereits 2007 hatten sich zwei Männer in einem verlassenen Bauernhof in Kühlenbrunn in der Gemeinde Vasoldsberg eingemietet. Dass die beiden dort zwei Jahre lang Hanf angebaut und 20 Kilogramm Marihuana geerntet haben, wurde nur durch Zufall entdeckt. Ein anonymer Hinweisgeber brachte die Polizei auf die Spur, ohne Details zu verraten. "Eine Woche haben wir mit technischen Hilfsmitteln gesucht, bis wir die riesige Plantage in einem entlegenen Bauernhof gefunden haben", sagt Ermittler Josef Gotthardt.
Bei einer Hausdurchsuchung, die sich wegen der Anwesenheit eines Kampfhundes als schwierig erwies, konnte der 32-jährige Haupttäter festgenommen werden. "Zu diesem Zeitpunkt waren die sichergestellten Drogen, etwa drei Kilo Marihuana, der einzige Anhaltspunkt", so Gotthardt. Der 32-Jährige, der eisern schwieg, hatte sich vom Gewinn aus dem Drogenverkauf eine Pferderanch im Burgenland gekauft. Klarheit brachte dann die Festnahme seines Komplizen, eines 33-jährigen Kärntners. Das Mitglied einer Sekte packte bei der Polizei aus. "Sein Glaube verbietet ihm das Lügen", schmunzelt Gotthardt.
Zuletzt wurde auch ein 34-jähriger gebürtiger Rumäne verhaftet. Er war der Mittelsmann zwischen Produzenten und Konsumenten und der Einzige, der außer den beiden Betreibern von der steirischen Plantage wusste.
15.000 Euro hatten die Täter in die professionelle Anlage investiert. Dafür konnten sie ganz spezielle Hanfsorten züchten und Marihuana bester Qualität ernten und teuer verkaufen.









Derzeit gibt es hier keine Fotos zu diesem Thema.
