Vom Bummel ging es erholt auf die Seebühne
Das Seerock-Festival ist gestartet: Tausende Fans schunkelten am Freitag am Schwarzl trotz kurzem Unwetter zu den Klängen von Joe Cocker und Roxette. Bei den Stars ging es ungebremst gemütlich zu: Marie Fredriksson spazierte etwa samt Mann und Sohn durch Graz und plauderte gut gelaunt mit ihren Fans.

Foto © PrivatMarie Fredriksson posierte im Erzherzog Johann mit Fan Christian Friedl für ein Erinnerungsfoto. "Sie war total nett", verriet der Feldbacher
Sie waren so locker und freundlich. Stars zum Anfassen eben", schwärmte Christian Friedl. Der Feldbacher, seit mehr als 20 Jahren eingefleischter Roxette-Fan, war einer der Glücklichen, die ihre Idole vor dem gestrigen Konzert im Schwarzl-Freizeitzentrum in Unterpremstätten bei Graz hautnah erleben konnte. Marie Fredriksson und Per Gessle schrieben im Hotel Erzherzog Johann in der Landeshauptstadt für wartende Fans Dutzende Autogramme. Und auch das Rahmenprogramm ihrer zweitägigen Visite war locker. So bummelte Fredriksson etwa mit Gatte Mikael Bolyos und Sohn Oscar durch die Stadt und posierte für Fotos: "Das macht richtig Spaß." Ein kleines Hoppala passierte der Sängerin aber: Als sie in einem asiatischen Restaurant essen wollte, hatte sie kein Bargeld dabei und musste sich ein neues Lokal suchen.
Keine Zeit, sich die Murmetropole anzuschauen, hatte Altmeister Joe Cocker. Er kam erst kurz vor seinem Auftritt vor rund 8000 Fans (nach Polizeiangaben waren es 4000) an und eröffnete das "Seerock"-Festival mit "Hitchcock Railway", ehe er das johlende Publikum mit einem schlichten "Graz, Österreich, guten Abend" begrüßte. Nach dem Konzert blieb wenig Zeit zum Verschnaufen - er rauschte direkt mit dem Auto nach Wien, wo er ein Hotelzimmer hatte. "Es ist hinter der Bühne alles wirklich ruhig und ganz entspannt", fasste Veranstalter Klaus Leutgeb zusammen. Im Gegensatz dazu wirft Sängerin Shakira ihre Superstar-Schatten voraus. Backstage wurde berichtet, dass schon jetzt eine ganze Armee von Personal im Hotel Wiesler ist, die alles für die Ankunft der Kolumbianerin vorbereitet.
Eine Schrecksekunde gab es aber: Eineinhalb Stunden vor Beginn des Open-Airs - gerade, als die Fans eintrafen - zog ein Gewitter über die Freiluftbühne. "Das gibt es ja wohl nicht", brach es aus Leutgeb beim Blick auf die Blitze heraus. Zu Konzertbeginn waren sie normalem Regen gewichen. Immerhin - hatte es doch bei fast jedem Schwarzl-Konzert gegossen.










