Jugendliche lösten Waldbrand in Lieboch aus
Die erste Zigarette für vier Schüler zwischen 13 und 14 löste einen Großeinsatz aus: Ein glosender Stummel, den die Jugendlichen achtlos wegwarfen, setzte vier Hektar Wald in Brand.

Foto © FF Lieboch Beim ersten Versuch, Zigarettten zu rauchen, zerstörten vier Jugendliche nahe Graz rund vier Hektar Wald
Der Versuch, einmal eine Zigarette heimlich zu probieren, endete für vier Schüler am Donnerstag auf der Polizeiinspektion Lieboch. Die Jugendlichen - drei 13-Jährige und ein 14-Jähriger - wollten laut Polizei gegen 15 Uhr in einem Waldstück in Lieboch direkt neben der Landesstraße 376 ihre erste Zigarette versuchen, waren dabei aber zu unvorsichtig. "Sie haben dafür einfach den falschen Ort ausgewählt. Das Gras und der Wald sind dort gerade sehr trocken", so ein Polizeibeamter.
Mit Rädern geflüchtet
Unachtsam warfen die Burschen den Zigarettenstummel weg, das Gras begann sofort zu brennen. Mit den Füßen versuchten sie noch, das Feuer auszutreten. Die Flammen breiteten sich aber in Sekundenschnelle aus. Anstatt den Notruf zu wählen, schwangen sich die Schüler auf ihre Fahrräder und flüchteten. Ein Mädchen (13), das die Szene beobachtet hatte, machte ihren Vater auf das Feuer aufmerksam, der Mann schlug Alarm. Mit 55 Einsatzkräften rückten die Feuerwehren Lieboch, Unterpremstätten und Haselsdorf-Tobelbad zum Brand aus. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die L 376 im Umfeld des Brandes eineinhalb Stunden lang komplett gesperrt werden.
Während die Feuerwehrkräfte noch mit den Löscharbeiten beschäftigt waren, suchte die Polizei fieberhaft nach den Verursachern. Die 13-jährige Zeugin konnte eine so gute Beschreibung der Jugendlichen abgeben, dass zwei von ihnen bald ausgeforscht waren, die anderen beiden stellten sich dann freiwillig. Die Hälfte eines acht Hektar großen Waldstücks wurde zerstört, ein angrenzender Jungwald konnte von der Feuerwehr aber gerettet werden. Der Schaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro.









