Pfefferspray gegen Badegäste: "Kindergarten" am Schwarzl
Zusammenstoß zwischen Badegästen und Security-Personal am Schwarzl-See in Unterpremstätten hat ein gerichtliches Nachspiel.

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Ein Zwischenfall, bestehend aus einem Schupfer und einem Pfefferspray, beschäftigt nun bereits zum zweiten Mal Richter Raimund Frei. Und es ist noch nicht das letzte Mal. Rückblende auf den 12. Juni 2010: Das Wetter ist gut, der Besuch beim "Schwarzl“ auch. Das Gelände einer Tauchschule ist von einem Bauzaun umgeben. Der einzige Durchgang wird bewacht. Der dortige Pächter liegt nämlich im Streit mit dem Betreiber des Freizeitzentrums.
Einige Badegäste wollen trotzdem – wie immer – im Sitzgarten etwas trinken. Doch diesmal begnügt sich der Bewacher tschetschenischer Herkunft nicht mit dem Hinweis, dass der Zutritt verboten sei, sondern stellt sich breitbeinig vor den Eingang. Als man sich vorbeidrängen will, wird erstens geschupft (von der Security). Zweitens gestritten (von allen). Und drittens "Scheiß Kanake" geschrien (zumindest von einem Gast). Da fliegt Verstärkung in Form eines anderen Security-Mitarbeiters herbei, der zweimal Pfefferspray Richtung Badegäste sprüht.
Er sagt, er habe eingreifen müssen, weil sein Kollege mit einem Sonnenschirm attackiert wurde. "Definitiv nicht", sagt einer, der dafür infrage käme. "Das ist erlogen." Ein Zeuge schildert, die Gäste hätten sich vorbeidrängen wollen, seien abgewiesen worden, hätten es aber noch einmal versucht . . . "Was ist das?", fragt der Richter. "Ein Kindergarten?"
Leider ist es ernster, die Anklage nennt es humorlos Körperverletzung (Pfefferspray) und Nötigung (Stoßen und Würgen). Eine Zeugin wird noch gebraucht. Sie soll so was wie "Fallenlassen" und "Schmerzensgeld verlangen" gehört haben. Irgendwo aus der Kindergartengruppe.
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