Graz-Umgebung ist nun wieder schwarz
Die ÖVP holt sich im Bezirk den ersten Platz zurück, SPÖ sowie Grüne verlieren.

Foto © David Bauer
Im März 2005 gab es lange Gesichter unter den Schwarzen in Graz-Umgebung, hatte es sich doch plötzlich die SPÖ auf dem ersten Platz bequem gemacht. Fünf Jahre später ist die von der ÖVP angestrebte Revanche geglückt: Mit 32.699 Stimmen (plus 2167) und 42,44 Prozent holte sich die Partei am Sonntag die Führung im Bezirk zurück.
Allen voran trug Notburga Schneider dazu bei: Die VP-Bürgermeisterin von Brodingberg legte auf 85,71 Prozent zu - der höchste Wert im Bezirk. Auch Parteikollege Anton Scherbinek konnte in Unterpremstätten 14,9 Prozentpunkte dazugewinnen.
Entsprechend dem steirischen Trend mussten die Roten auch in Graz-Umgebung ein Minus einstecken - in diesem Fall eines von 2167 Stimmen, ergibt gesamt 38,82 Prozent. Gratkorns Bürgermeister Ernest Kupfer etwa verlor 11,8 Prozentpunkte, sogar der von Erfolg verwöhnte Werner Breithuber muss in Seiersberg mit drei Mandaten weniger auskommen (siehe Interview).
Als SP-Trostpflaster fungieren Kalsdorf und Nestelbach: So hat Bürgermeisterin Ursula Rauch die Absolute in Kalsdorf auf 14 Mandate ausgebaut. Und Martin Schemeth, Pressesprecher bei SP-Landesrätin Elisabeth Grossmann, hat in Nestelbach gar 18 Prozentpunkte zugelegt.
Sensationell ist das Ergebnis der "Bürgerliste für Gschnaidt": Während hier die ÖVP 19 Prozentpunkte verliert, steigert sich Bürgermeister Max Höfer von 30,4 auf 69,6 Prozent - wohl der höchste Zugewinn im ganzen Land. "Damit hab' selbst ich nicht gerechnet", jubelt Höfer.
Zu den Gewinnern zählt auch die FPÖ mit einem Plus von 2,1 Prozentpunkten. Das BZÖ konnte bei seiner Gemeinderatswahl-Premiere nur 520 Stimmen in Graz-Umgebung einheimsen - und ein Mandat in Pirka. Und die KPÖ stieg mit einem Plus von 36 Stimmen ziemlich pari aus.
Ernste Mienen hingegen bei den Grünen, denen beim Auszählen aller Stimmen zwei Mandate verloren gegangen sind.
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Grafik vergrößernGemeinderatswahl 2010: Bezirk Graz-UmgebungGrafik © Kleine Zeitung/Quelle: APA









