Acht Verletzte bei Busunfall auf A9
Wegen Aquaplanings kippte ein Reisebus am Freitag auf der A 9 bei Unterpremstätten um. Zwei der 14 Insassen wurden schwer verletzt. Die Reisegruppe aus Frankreich war gerade auf dem Weg nach Slowenien.

Foto © Pressedienst Feuerwehr/Fink Der Bus stürzte über eine Böschung
Ein Großaufgebot der Einsatzkräfte musste Freitag zu Mittag zu einem schweren Busunfall auf der A 9 bei Unterpremstätten ausrücken. Ein Reisebus aus Wien, der mit einer französischen Reisegruppe in Richtung Slowenien unterwegs gewesen war, kam auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern und stürzte rechts neben der Pyhrn-autobahn verkehrt zur Fahrtrichtung in den Straßengraben.
"Der Bus, in dem 14 Personen waren, ist auf der Seite im Graben gelegen. Zwei Personen waren schwer verletzt", so Manfred Möstl, Einsatzleiter des Roten Kreuzes. 28 Notärzte und Sanitäter waren bei der Unfallstelle im Einsatz. Die Mitglieder der Reisegruppe, darunter der in Österreich wohnhafte bosnische Chauffeur und die aus der Slowakei stammende Reiseleiterin, konnten sich nicht selbst aus dem Bus befreien. "50 Helfer der Feuerwehren Seiersberg, Unterpremstätten und der Berufsfeuerwehr Graz mussten die Insassen durch die Windschutzscheibe retten", sagt Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband.
Eine Frau erlitt eine schwere Hüftverletzung und wurde vom Rettungshubschrauber Christophorus 12 ins LKH-Universitätsklinikum Graz gebracht, ein Mann kam mit Schulter- und Rippenverletzungen ins UKH. Er wurde noch am Nachmittag operiert, seine Gattin besuchte ihn noch am Freitag im Krankenhaus. Sechs weitere Mitglieder der Reisegruppe kamen mit leichten Verletzungen davon.
Zivi als Dolmetscher
Die Unverletzten, darunter auch der Buschauffeur, bekamen in der Halle des Schwarzl Freizeitzentrums in Unterpremstätten ein warmes Essen und wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. "Am Einsatz war auch ein Rot-Kreuz-Zivildiener anwesend, der gut französisch kann. Er hat mit den Personen gesprochen und sie beruhigt", so August Bäck vom Roten Kreuz Steiermark.
Bis 16.45 Uhr wurden die Pensionisten in der Schwarzlhalle betreut, die Nacht verbrachten die Mitglieder der Reisegruppe im Courtyard-Hotel Mariott in Unterpremstätten.
Der Unfall sorgte für ein Chaos auf der Autobahn. Von zwölf bis 14.30 Uhr war die A 9 zeitweise ganz gesperrt und danach nur einspurig befahrbar. Der Stau reichte zurück bis zum Knoten Graz-West. Auch auf der Flughafenbegleitstraße und in Unterpremstätten kam es in der Folge zu Wartezeiten.
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Unfallursache dürfte Eigenverschulden seinFoto © Rainer Brinskelle








