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Zuletzt aktualisiert: 28.07.2008 um 20:29 UhrKommentare

20 Millionen für Forschung AMS will kräftig wachsen

Schwacher Dollar bremst beim Umsatz. Ein neuer Top-Kunde aus dem Handy-Bereich wurde gewonnen. Aktie entwickelt sich schwach.

Leiterplatten und Microchips werden unter anderem für die Mobiltelefonproduktion benötigt

Foto © Erwin ScheriauLeiterplatten und Microchips werden unter anderem für die Mobiltelefonproduktion benötigt

Den ersten Schritt zum gesetzten Ziel für 2008 hat der Microchip-Hersteller Austriamicrosystems (AMS) im ersten Halbjahr geschafft. Umsatz und Gewinn sind spürbar gestiegen. Dennoch leidet die Aktie unter einer schwachen Kursentwicklung.

Umsatz um 11 Prozent gestiegen. Das erste Halbjahr habe sich entwickelt, "dass wir damit ganz zufrieden sein können", sagt Unternehmenschef John Heugle. Der Umsatz wurde um fünf Prozent auf 85,5 Millionen Euro erhöht. Ins Ergebnis gepfuscht hat der schwache Dollar-Kurs, sonst wäre der Umsatz um elf Prozent gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte im ersten Halbjahr um 26 Prozent auf 10,1 Millionen. Die Entwicklung im zweiten Quartal war dabei deutlich besser als im ersten, das Ebit legte um 46 Prozent auf 6,4 Millionen Euro zu.

Weiterer Wachstum. Der Zuwachs wurde "über alle Bereiche" erzielt, berichtet Heugle, am stärksten in den Regionen Asien, USA und Europa. Für das gesamte Jahr rechnet Heugle mit weiterem Wachstum, will aber zahlenmäßig keine Prognose abgeben. Im Jahr 2007 sank der Nettogewinn um 17 Prozent auf 26,3 Millionen Euro.

Forschung und Entwicklung. Für weiteres Wachstum investiert Austriamicrosystems kräftig in Forschung und Entwicklung. "Im ersten Halbjahr flossen 20 Millionen Euro in diesen Bereich", erklärt Heugle. Forschungsgebiete sind etwa die LED-Technologie in der Medizintechnik oder Scanner-Technik im Segment RFID (Strichcode-Leser). Nachdem ein weiterer Top-Kunde aus dem Handybereich in Asien gewonnen werden konnte, liefert Austriamicrosystems an drei der fünf größten Handy-Erzeuger.

Schwache Aktie. Der Kurs der in Zürich notierten Aktie ist seit Juli des Vorjahres von 71,30 Schweizer Franken auf rund 35 Franken (22 Euro) halbiert worden. Das letzte Börsenjahr sei "sehr stürmisch" gewesen, merkt Heugle an, "wir entwickeln unser Geschäft weiter, auch für den Erfolg unserer Aktionäre", die aber schließlich selbst ihre Entscheidungen treffen müssten.

Motoren für Zoomobjektive. In den USA hat Austriamicrosystems mit New Scale Technologies im heurigen Jahr einen Hersteller von Kleinstmotoren zu einem Viertel erworben. Die Motoren werden in Handy-Cameras für Zoomobjektive eingesetzt.

HELLFRIED SEMLER

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