Hund "Gina" rettete Frauerl vor Feuertod
Ohne Schäferhündin "Gina" würde eine 74-jährige Grazerin wohl nicht mehr leben. Das treue Tier weckte die Frau, als nachts in ihrem Haus Feuer ausbrach. Das Gebäude brannte aus.
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"Die Frau ist wirklich knapp davongekommen", bestätigt Brandermittler Viktor Batjani vom Stadtpolizeikommando Graz. "Und sie hat nichts davongetragen, keine Rauchgasvergiftung, keine Verletzungen." Der Grund dafür heißt "Gina", ist ein Schäfermischling, den die Schwiegertochter aus dem Tierheim holte, und gute zehn Jahre alt. Und wohl der treueste Gefährte, den man sich wünschen kann. Denn die Hündin weckte ihre Besitzerin am Montag gegen drei Uhr früh so hartnäckig, dass Maria Theresia Dieber (74) noch rechtzeitig dem Feuer entkam.
Beruhigungstablette
"Ich habe nicht schlafen können und deshalb eine Beruhigungstablette genommen", erzählt die Pensionistin. Sie schlief danach so fest, dass sie den Brand im ausgebauten Dachgeschoss nicht bemerkte. Und auch nicht, dass Nachbarn schon besorgt um das brennende Haus standen und aufgeregt ihren Namen riefen. Doch plötzlich stand "Gina" neben dem Bett. "Sie hat mich gestupst und gejault. So etwas macht sie sonst nie." Maria Theresia Dieber stand auf. "Dann hat es auch schon geknallt. Die Eternitziegel auf dem Dach sind durch die Hitze geborsten." Als nur Minuten später die von den Nachbarn alarmierte Feuerwehr am Brandort eintraf, stand der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Trotz des Großeinsatzes der Grazer Berufsfeuerwehr brannte das Wohnhaus aus, jetzt laufen Ermittlungen zur Klärung der Brandursache.
Aus Angst weggerannt
Die Hündin war im Trubel der Löscharbeiten aus Angst davongelaufen, auf die Straße hinaus. "Die Feuerwehr konnte den Hund aber einfangen und der glücklichen Besitzerin wieder übergeben", so Einsatzleiter Johann Kirnich. Jetzt erholen sich Frauerl und Hund bei der Tochter der 74-Jährigen, die ihre Mutter sofort bei sich aufgenommen hat. "Das Haus ist hin, das können wir abreißen", bedauert die Grazerin. Für Lebensretterin "Gina" hat es zur Belohnung Frankfurter Würstel gegeben. "Aber nur ein kleines Stück, sie ist eh schon zu dick", so Maria Theresia Dieber.










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