Zwölfjähriger rettet Bub vor Hornissenangriff
Vierjähriger wurde auf Hochsitz von einem Schwarm Hornissen attackiert. Er wurde von seinem Cousin gerettet, der nach acht Stichen selbst in Lebensgefahr schwebte.

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Einen Waldspaziergang wollte Markus Schocher kürzlich mit seinen Söhnen Patrick (12) und Florian (5) sowie seinem Neffen Lukas Walter (4) in Thal bei Graz machen. Doch die spielerische Spurensuche wurde zum Horrortrip - als zwei der Kinder auf einem Hochsitz von Hornissen attackiert wurden.
"Mein Cousin ist als Erster raufgeklettert und ich bin ihm nach, damit er nicht runterfällt", schildert Patrick. Plötzlich trat Lukas Walter auf der letzten Sprosse auf eine Hornisse. "Da hat er schon gesagt, dass er gestochen worden ist", schildert der Zwölfjährige, der sofort seinen Vater, der von den Kindern am Hochsitz ein Foto machen wollte, alarmierte.
Geistesgegenwärtig befahl Patrick seinem Cousin, in seine Arme zu springen, um den Kleinen in Sicherheit bringen zu können. Während sich dieser an seinen Cousin klammerte, hantelte sich der Zwölfjährige mit nur einer freien Hand über die Sprossen des Hochsitzes nach unten.
Vor Hornissen gerettet
"Das ist automatisch gegangen, ich habe mich wirklich sehr geschreckt. Als ich zurückgeschaut habe, war der ganze Jägersitz voller Hornissen", erinnert sich Patrick. Beim Abstieg übergab er den Vierjährigen auf den untersten Sprossen an seinen Vater, der ihnen entgegengeklettert war.
Doch die Attacke der eigentlich nicht angriffslustigen Hornissen, deren Schwarm aufgeschreckt worden sein dürfte, war am Boden noch nicht zu Ende. So schnell wie möglich versuchte der Erwachsene mit seinen drei Schützlingen aus dem Waldstück zu kommen, den Hornissenschwarm im Genick. "Das Ganze war wie in einem schlechten Film", so Markus Schocher. Acht Mal wurde er selbst gestochen: "Drei Mal am Kopf und fünf Stiche an den Händen." Der heldenhafte Retter bekam Atemnot und Schwellungen im Kopfbereich - akute Lebensgefahr!
Ein benachbarter Arzt und eine Krankenschwester, die in der Nähe waren, leisteten Erste Hilfe. Mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 12 wurde Patrick ins LKH Graz geflogen, wo er sich rasch erholte. Auch Lukas Walter, der vier schmerzhafte Stiche erlitten hatte, ist wohlauf.
"Ich möchte mich bei meinem Nachbarn, der Arzt ist, und der Freundin meiner Mutter, die mir Erste Hilfe geleistet haben, bedanken", betont Patrick.








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