Weltrekord in Reichweite
In Niederöblarn gehen die besten Stockschützen auf Weitenjagd.

Foto © GepaWeitenjäger unter sich, die Rollbahn wird zur Stocksportbahn
Der Weitensport ist der Ausreißer im Stocksport. Während es in den anderen Disziplinen auf Genauigkeit und Taktik ankommt, zählt bei den "Kraftlackln" unter den Eisstock- und Asphaltschützen nur die Weite. Sonst nichts.
Zwei Tage ist dieses Wochenende die österreichische Nationalmannschaft in Union-Sportzentrum Niederöblarn zu einem Trainingslehrgang einquartiert. Mit dem Jugendnationalteam feilen insgesamt 27 Athleten an ihrer Technik. Und sie gehen auf Weitenjagd. "Wenn ich schon das Nationalteam da habe, dann muss es auch einen Rekord-Versuch geben", sagt Dietmar Salmhofer, der durch seine Kontakte zum Weltklasse-Weiten-Stocksportler Rene Genser den Aufenthalt eingefädelt hat.
Genser ist Vize-Weltmeister im Einzel und Weltmeister mit der Mannschaft und spielt den Ball bei der Favoritenrolle gleich weiter: "Es kommt ganz darauf an, wie der Stier von Salzburg drauf ist." Gemeint ist Bernhard Patschg, in dem der Steirer Genser den härtesten Konkurrenten sieht. Ob sich wirklich ein Weltrekord ausgeht? "Das kommt darauf an, wie der Belag der Rollbahn beschaffen ist und ob unser Plattenmaterial dafür optimal geeignet ist", erklärt Genser. Aber: "Möglich ist alles. Auch mehr als der bisherige Rekord von 201 Metern."
Der Kleinsölker Martin Höflechner, ebenso wie Sascha Moosbrugger aus Schladming im Jugend-Kader, hat mit Trainer Peter Thaler das Rollfeld getestet. "Es wird sehr, sehr schwierig", sagt Thaler. "Aber warten wir auf die Top-Athleten." Der Rekordversuch beginnt am Samstag (16 Uhr) im Rahmen des Sturm- und Kastanienfestes.









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