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19. Juni 2013 06:29 Uhr | Als Startseite
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Dom, Graz

Grazer Dom. An jene Zeit, als Graz Kaiserstadt war, erinnert heute noch die Domkirche. Kaiser Friedrich III. baute sie gemeinsam mit seiner neuen Residenz in Graz. Dom zu Graz.

Der Grazer Dom

Foto © Graz Tourismus/Presse Der Grazer Dom

Das Äußere des Doms wirkt heute schlicht. In der Gotik allerdings waren die Fassaden prächtig bemalt. Ein Fresko blieb weitgehend erhalten – das sogenannte Gottesplagenbild. Es bezieht sich auf ein Schreckensjahr, das Graz 1480 erlebte. Über die Stadt brachen drei Plagen herein, die als Strafe Gottes angesehen wurden – Heuschrecken, Krieg und Pest. Als Bitte um Gnade und Versöhnung ist das Bild zu lesen. Thomas von Villach arrangierte Dreifaltigkeit, Heilige und Engel in hierarchischer Ordnung sowie die drei Plagen zu einem beeindruckenden Schauspiel, das wie mittelalterliche Comics mit Spruchbändern unterstützt den Zorn Gottes und das Flehen um Gnade dokumentiert.

Im Inneren des Doms besticht das harmonische Nebeneinander von gotischer Architektur und barocker Ausstattung. Aus der Zeit Kaiser Friedrichs III. stammen noch die Fresken der Kirche, darunter eine fragmentarische Darstellung des heiligen Christophorus, der die Gesichtszüge Friedrichs und den Herzogshut der Steiermark trägt.
Die Jesuiten, denen das Gotteshaus fast 200 Jahre lang als Ordenskirche diente, ließen es von den besten heimischen und auswärtigen Künstlern in gediegenem Barock ausstatten. Besonders prunkvoll der Hochaltar, entworfen vom Jesuitenpater Georg Kraxner. Auch die Kanzel, Chorgestühl und Kirchenbänke sind von beeindruckender Qualität.

Zum Kostbarsten im Grazer Dom zählen die beiden Reliquienschreine links und rechts des Eingangs zum Altarraum. Ursprünglich gehörten die Truhen Paola Gonzaga. 1477 heiratete sie Leonhard von Görz und brachte Brauttruhen aus ihrer Heimatstadt Mantua mit auf sein Schloss Bruck bei Lienz in Osttirol. In Einlegearbeiten aus Bein und Elfenbein ist ein Gedicht von Petrarca dargestellt – "I Trionfi". Als Künstler wird Andrea Mantegna vermutet. Das Ehepaar starb kinderlos. Über den Erbweg gelangten die Truhen zu den Jesuiten nach Graz, die sie als Reliquienschreine für Gebeine von christlichen Märtyrern verwendeten.
Aus dem Jahr 1978 stammt die Domorgel. Mit 5354 Pfeifen und 73 Registern spielt sie bei Gottesdiensten und Orgelkonzerten alle Stücke.

Kontakt

Telefon: +43 316 82 16 83
E-Mail: graz-dom@graz-seckau.at
Internet: http://www.domgraz.at

Adresse

8010 Graz

Veranstaltungen an diesem Ort

  • 23.06.13
    10 Uhr

    Messfeier



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