Doppel-Gold für Österreichs Mountainbiker
Theresia Kellermayr wurde bei der Masters-EM ihrer Favoritenrolle der Mountainbiker in Stattegg gerecht. Thomas Strobl holte auch bei den Herren Gold für Österreich.

Foto © KKGeorg Koch (links) und Michael Binder flankieren Sieger Thomas Strobl
Nach fünf Stunden und sieben Minuten fuhr Theresia Kellermayr als Siegerin der Masters-Europameisterschaften in Stattegg bei Graz über die Ziellinie des Marathons. Die Grazerin bestätigte damit ihre Favoritenrolle. "Leicht war es aber nicht. Es war wahnsinnig heiß und ich habe zwei Drittel des Rennens mit Krämpfen gekämpft", berichtet die 32-Jährige.
Dass sie am Ende mehr als fünf Minuten vor der Oberösterreicherin Lisa Unterbuchschachner und achteinhalb Minuten vor der Italienerin Lorena Zocca lag, hat sie vor allem ihren Downhill-Qualitäten zu verdanken. Organisator Jürgen Pail: "Ich trainiere oft mit Theresia. Und ich fahr nicht schlecht hinunter. Aber der Theresia nehme ich da nichts ab." In der Tat holte sie sich auf den gefährlichen Abfahrten den entscheidenden Vorsprung heraus. Woher kommt diese Qualität? "Ich trainiere Mountainbiken nicht zu Hause auf der Rolle. Ich war schon immer sehr gerne im Gelände und je öfter man das macht, desto besser kann man es", sagt die Physiotherapeutin, die in Graz-St. Peter eine eigene Praxis betreibt.
Dass auch die nächste Generation der Stattegger Mountainbiker ähnliche Qualitäten ausspielen kann, dafür sorgt Kellermayr als Kindertrainerin im Bike-Club Stattegg. "Was da einige Kinder mit neun Jahren können, ist schon sehr beachtlich", lobt sie ihre Schützlinge.
Marathon auf dem Einrad
Doch zurück zur EM, wo auch bei den Herren die rot-weiß-roten Farben bei der Siegerehrung in Mode waren. Thomas Strobl führte vor Georg Koch und Michael Binder einen österreichischen Dreifachtriumph an. "Österreich ist in dieser Altersklasse ganz einfach dominant", bestätigt Pail. 100 Fahrer aus zehn Nationen nahmen an der EM teil, rund 400 Leute waren in den verschiedenen Klassen des Marathons insgesamt am Start.
Besonderes Interesse und ein gewisses Showelement brachten die Einradfahrer ein. "Das ist eine ganz eigene Gemeinschaft. Sie sind schon einige Tage vorher angereist und haben am Gelände campiert", erzählt Pail, der beim Downhill sogar 30 Einradfahrer begrüßte. Und im Gegensatz zu den "normalen" Radlern, wo es doch zahlreiche Stürze gab, mussten keine schweren Unfälle registriert werden. "Mit dem Einrad muss man immer treten, daher ist man bergab auch nicht so schnell", erläutert Pail, der diesen Bewerb auch in Zukunft im Programm behalten wird.










