"Gehaltserhöhung" für Vorstände in Seiersberg
Eine satte Bezugserhöhung von 25 Prozent gaben sich nun die Gemeindevorstände in Seiersberg. Wie schon 2005.

Foto © David BauerBei der Kandidaten-Diskussion vor der Wahl war die Gehaltserhöhung noch kein Thema
Es ist ein Déjà-vu-Erlebnis für die Gemeindebürger von Seiersberg. Die Gemeinderatwahl ist geschlagen, SPÖ-Bürgermeister Werner Breithuber wurde in seinem Amt bestätigt. Und beschließt mit seinen Gemeindevorständen für sich, die Gemeinde-Vorstandsmitglieder und Referenten eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung von 25 Prozent. Déjà-vu deshalb, weil es vor fünf Jahren genau so abgelaufen ist. Pünktlich zu Beginn der neuen Amtsperiode genehmigte man sich auch damals ein "Zuckerl" einer 25-prozentigen Gehaltserhöhung.
Also auch diesmal: Außer den Vertretern der Unabhängigen Bürgerliste Seiersberg (UBS) und dem Grünen Gemeinderat Wolfgang Cencic, die gegen diese Erhöhung gestimmt haben, waren SPÖ, ÖVP und FPÖ dafür. Cencic: "Als einziger Grüner im Gemeinderat und politischer Neuling in diesem Geschäft finde ich es beschämend, mit welcher Kaltschnäuzigkeit sich so manche Gemeindevertreter eine saftige Bezugserhöhung zuschanzen, während der Bevölkerung von vielen Politikern einschneidende Maßnahmen zugemutet werden."
Obwohl Breithuber und seine SPÖ diesmal von den Wählern abgestraft wurden und drei Mandate einbüßten, kümmert ihn das nicht: "Wir haben in den letzten Jahren für Seiersberg gute Arbeit geleistet und diese Leistung sollte auch honoriert werden." Die 5000 Euro brutto (inklusive Erhöhung) für sein Bürgemeisteramt finde er angemessen. Die Steiermark rangiere bei diesen Bezügen ohnehin im unteren Bundesländerdrittel.
Dass Breithuber vor fünf Jahren ankündigte, in dieser neuen Periode keine Gehaltserhöhung mehr vornehmen zu wollen, erklärt er nun so: "Die Mehrheit hat es so entschieden und wir wollen weiter wichtige Projekte umsetzen, aber nicht um Gottes Lohn."







