Nach sechs Jahren wieder oben
HSG Bärnbach/Köflach mit dem 30:21 über Schwaz wieder erstklassig. Leoben siegte im Derby-Kracher.

Foto © GEPASujet
Mehr als 20 Minuten wurde auf dem Köflacher Parkett nach dem Schlusspfiff gesungen, gejubelt und Sekt verspritzt: Die HSG Bärnbach/Köflach ist nach sechs Jahren wieder in der höchsten heimischen Handball-Spielklasse. Eine Runde vor Ende des HLA-Aufstiegs-Play-offs fixierten die Weststeirer mit einem 30:21-Heimtriumph über Schwaz den Aufstieg in die HLA (Handball Liga Austria).
Gegen die Tiroler, die bereits fix "oben" waren, bestimmten die Steirer von Beginn an das Geschehen und zeigten viel Selbstvertrauen. Und deswegen wurden schon beim Stand von 18:9 zur Pause die ersten Sektflaschen aus dem Kühlschrank geholt. "Wir hatten dieses Ziel seit 2004", sagt HSG-Boss Gerhard Langmann, "der Aufstieg ist ein Wahnsinn. Das ist die Krönung einer superstarken Saison."
Für einen Spieler war es trotz Jubel wohl das letzte Heimspiel im HSG-Dress. Dejan Pomorisac soll in der nächsten Saison für Westwien auf Torjagd gehen.
Leoben im Freudentaumel
Rasant ging es beim Steirer-Derby in Eggenberg zur Sache - mit dem besseren Ende für Leoben. Das 26:21 beschert den Obersteirern den vierten Platz in der Tabelle vor dem HC Seiersberg, da Leoben im direkten Duell die Nase um zwei Tore vorne hat. Gegen die aggressive Deckung der Gäste fand Graz keine wirksamen Mittel und Raul Santos mutierte zum Matchwinner der Vranjes-Sieben. Graz bekam Leobens Supertalent absolut nicht in den Griff - gleich elf Mal versenkte er den Ball im Tor von Darko Jelicic.
Doch der Aufstieg ist noch nicht fix, eine Runde wartet noch. Und da empfängt Leoben die HSG Bärnbach/Köflach, Graz muss zu Westwien. "Jetzt sind wir auf die Hilfe anderer angewiesen", sagt Graz-Boss Michael Schweighofer und ergänzte wenig optimistisch: "Solche Wunder geschehen meistens nicht."








