Steirisches Modehaus Amtmann steht vor dem Aus
Dem Grazer Traditions-Unternehmen steht das Wasser bis zum Hals. Das Textil- und Lederwarenunternehmen musste zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren Konkurs anmelden. Der Verkauf des Grazer Bürokomplexes soll das Unternehmen nun für dem endgültigen Aus bewahren - doch der Verkauf dürfte schwierig werden.

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Das steirische Textil- und Lederwarenunternehmen
Amtmann hat beim Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz einen
Antrag auf Eröffnung des Konkurses eingebracht, wie der
Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Montag bekanntgab. Die
Textilfirma wurde im Jahre 2004 schon einmal insolvent - jetzt steht
sie vor dem endgültigen Aus. Die Überschuldung beträgt 577.579 Euro.
Nur noch ein Geschäft. Mode von Amtmann findet man derzeit nur noch in einem Geschäft:
Nach der Schließung der beiden Standorte im Grazer City-Park im
Sommer 2008 blieb nur ein einziges Geschäft in der
Shopping-City-Seiersberg übrig, wo sechs Dienstnehmer beschäftigt
sind. Starke Umsatzeinbußen durch die Konkurrenz von
Billigtextilkonzernen und die Expansion von Einkaufszentren seien
Gründe für die jetzige zweite Insolvenz.
Düstere Wirtschaftslage. Laut dem der AKV und dem Handelsgericht vorliegenden
Vermögensstatus stehen Aktiva von 1,1 Mio. Euro Passiva von 1,7 Mio.
Euro gegenüber. Ein Bürokomplex in Graz im Wert von 800.000 Euro soll
abgestoßen werden, um eine Verbindlichkeitsreduktion zu erreichen.
Die Liegenschaft ist aber mit einer Mio. Euro bankbelastet, ein
Verkauf sei derzeit schwierig.
Nicht das erste Mal. Es ist schon das zweite Insolvenzverfahren der Grazer
Traditionsfirma: Durch einen Zwangsausgleich konnte das
Konkursverfahren im Jahre 2004 aufgehoben werden. Damals führte
Amtmann noch neun Geschäfte in vier Einkaufszentren und beschäftigte
27 Dienstnehmer. Im Zuge des ersten Insolvenzerfahrens waren bereits
einige verlustbringende Standorte geschlossen worden.









