Die Post sagt in der Murmetropole leise Servus
Trotz Vorwarnung standen zahlreiche Kunden am Mittwoch bei fünf Grazer Postfilialen vor verschlossenen Türen. Seine Spuren hat der Postfuchs auch gleich verwischt.

Foto © KLZ DIGITAL/Scheriau
Die Post bringt allen was. "Mag schon sein, uns aber vor allem längere Wege", dachten sich viele Grazerinnen und Grazer, als sie überraschend vor verschlossenen Posttüren standen. Die Filialen Rösselmühlgasse, Triesterstraße, Kasernstraße, Straßgangerstraße und Peter-Tunner-Gasse haben Dienstag abend die Rolläden für immer heruntergelassen.
Längerer Weg. "Das ist ein Wahnsinn, jetzt habe ich einen viel längeren Weg zur nächsten Post", schimpfte ein Kunde, der schnell im Postamt in der Rösselmühlgasse eine Geldüberweisung tätigen wollte. Innerhalb weniger Minuten mussten einige am Mittwoch nach 14 Uhr bei dieser Filiale überrascht wieder umkehren. Den entsprechenden Aushang in der Filiale selbst haben viele vorher wohl übersehen. Apropos Aushang! "Dort ist gestanden, dass die Filiale am 10. Juli geschlossen wird. Heute ist ja erst der 1. Juli", haderte eine Kundin vor der Filiale in der Triesterstraße.
Spuren verwischen. Die Post hatte es wohl auch sehr eilig, alle Spuren zu verwischen. So waren am Mittwoch um 14 Uhr Postbedienstete mit Eifer dabei, das Postlogo und die Aufschriften am Gebäude in der Rösselmühlgasse zu entfernen, während zahlreiche verärgerte Kunden eben unverrichteter Dinge wieder abzogen.
Durch Postpartner ersetzt. An die Einrichtung von Postpartnern sei in Graz, wie in allen Ballungsräumen, nicht gedacht. Die Wege zum nächsten Postamt seien meist nicht so extrem weit, erklärt Post-Pressesprecher Michael Homola. Wohl aber wird die ebenfalls demnächst geschlossene Poststelle in St. Radegund bei Graz durch einen Postpartner ersetzt. "Der dortige Nah&Frisch-Kaufmann wird unser Partner. Der Wechsel soll Anfang August über die Bühne gehen", sagt Homola. Die Schließung der fünf Grazer Filialen habe übrigens keinem Mitarbeiter den Job gekostet.








