Mit der Kamera von Preis zu Preis gezoomt
Von einer Auszeichnung zur anderen eilt der junge Filmemacher David Köhlmeier aus St. Marein bei Graz. Heute, Dienstag, folgt der Würdigungspreis des Wissenschaftsministeriums..

Foto © PrivatDavid Köhlmeier steht mit Begeisterung hinter der Kamera, eine seiner Leidenschaften gilt Musikvideos
Zunächst war es die Matura am BG/BRG Gleisdorf, die David Köhlmeier, 1985 als Sohn des Schauspielereherpaars Gabriele und Otto Köhlmeier geboren, im Jahr 2004 mit Auszeichnung ablegte. Vier Jahre später bestand Köhlmeier die Prüfungen im Fach "Arts and Design" an der Fachhochschule Vorarlberg als bester seines Jahrgangs, mit Auszeichnung wurde auch das folgende Masterstudium abgeschlossen. Derzeit studiert Köhlmeier nach einem Jahr als selbstständiger Filmemacher und Videogestalter an der Film-Schauspielschule in Berlin.
So "nebenbei" räumte der 26-Jähre aber auch jede Menge Preise für sein Schaffen ab. So gewann er zum Beispiel mit dem Spot "Rollen-Tausch" den Green Panther Young Creatives Award für seine "filmisch erstklassige Erzählweise". Mit seinen außergewöhnlichen Ideen konnte Köhlmeier im vergangenen Jahr auch den Werkzeugriesen Bosch überzeugen: Im "bosch ixo vino contest" ging es darum, eine Weinflasche möglichst unkonventionell zu öffnen. Köhlmeier entkorkte die Flasche mit einer Schrotflinte und gewann. Mit neuen Denkansätzen überzeugte der Jungregisseur auch die Vorarlberger Industriellenvereinigung, die ihm für seine Masterarbeit den "newway award" verlieh.
Mit seinen Kurzfilmen und Videos - unter anderem zählen auch die Firmen Binder + Co in Gleisdorf, der Winzer Leo Hillinger oder die Baufirma Porr zu seinen Auftraggebern - war Köhlmeier in den letzten drei Jahren bei zahlreichen Festivals vertreten. Seine Masterarbeit "Urban Movements" wurde bei einer Reihe von HipHop-Festivals präsentiert, zuletzt im Oktober auf Kuba. Begeistert ("unglaublich, dass das einer allein gemacht hat") reagierte auch die Festivalleitung des "Filmriss-Festivals" auf das Musikvideo "Das Ding".
Als seine besondere Leidenschaft bezeichnet Köhlmeier das Genre der Musikvideos "Da kann man sich austoben", meinte er zum Beispiel anlässlich des Films über die Band "Roterfeld" und ihre Singleauskoppelung "Great New Life", der in alten Industriehallen auf den Grazer Reininghausgründen entstanden ist. Mit dem Porträt seines Großvaters Karl Vajdic "Born in 1914" beweist der Enkel, dass ihm auch die feinen Zwischentöne liegen.
Am heutigen Dienstag stellt sich auch das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung mit dem Würdigungspreis 2011 ein - sicher nicht die letzte Auszeichnung für den Filmemacher aus der Südoststeier.
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FAKTEN
David Köhlmeier, am 15. September 1985 in Salzburg geboren, ist in St. Marein bei Graz aufgewachsen. Nach Studien in Graz und Vorarlberg studiert Köhlmeier nun in Berlin.
Viele seiner Kurzfilme wurden bereits international ausgezeichnet.
Nähere Infos und Videos unter http://www.dkmotion.com








