Kirchensonaten nur vor der Kirche
Wanderung zu Johann Joseph Fux und Übungen aus seinem Buch.

Foto © Gertraud Heigl/styriarteAm Beginn des Johann-Joseph-Fux-Schwerpunkts der heurigen "styriarte" stand eine ausgedehnte Vollmondwanderung
Am Beginn des Johann-Joseph-Fux-Schwerpunkts der heurigen "styriarte" stand eine ausgedehnte Vollmondwanderung in Hirtenfeld, dem kleinen Geburtsort des großen steirischen Barockkomponisten.
Damit verbunden wurden beim dortigen Pollhammerhof zum 350. Geburtsjahr von Fux ein ihm gewidmeter Bildstock und eine Ehrentafel feierlich eingeweiht. Auf dem Grund des heutigen Hofes stand das Geburtshaus des unglaublichen Aufsteigers aus bäuerlichen Verhältnissen ins damals höchste europäische Musikamt am Kaiserhof. Auf der Wanderung konnte man die ungefähren Fußwege von Fux durch die Hügellandschaft, etwa zum Kirchgang nach St. Marein, selbst "in die Beine bekommen". Bei der Station St. Marein erklangen die Kirchensonaten des Meisters, gespielt von "La Gioconda" (Leitung: Lucia Froihofer) außerhalb der Kirche und dennoch akustisch prägnant; der Ortspfarrer hatte der sakralen Violinmusik den Zugang in die Kirche verwehrt.
Das Trio Zebra (Ernst Kovacic, Steven Dann, Anssi Karttunen) präsentierte gestern in einer Matinee im Grazer Schloss Eggenberg unter anderem Kontrapunktübungen aus Fux' epochalem Lehrwerk "Gradus ad Parnassum" (1725) und brachte Friedrich Cerhas charaktervolle "Neun Bagatellen für Streichtrio" in reichem Klang zur Uraufführung. HERBERT SCHRANZ








