Klimafassade und Erdwärme: Mit Beton heizen und kühlen
Energiesparen durch Gebäudesanierung und neue Baustoffe als Thema des Expertenforums "Zukunft Bauen".
Was hat Beton mit erneuerbarer Energie und CO2-Emissionen zu tun? Viel, wie man beim Expertenforum "Zukunft Bauen - Heizen und Kühlen mit Beton" erfahren konnte. "Baustoffe von heute eigen sich für Schall- und Wärmeschutz, sowie Temperaturausgleich. Mit einer Klimafassade kann man ausgezeichnet zur Effizienzsteigerung beitragen", erklärte Peter Schwei, Geschäftsführer des Veranstalters Wietersdorfer & Peggauer Zementwerke. "Mit Beton kann man hervorragend Erdwärme gewinnen", führte Felix Friembichler von der Österreichischen Zementindustrie aus. Mittels Wärmetauscherrohre werden Betonbauteile ähnlich einer Fußbodenheizung thermisch aktiviert.
Zirkulation. Beispiel ist das Villacher Einkaufszentrum Atrio. In 652 in die Erde reichende Betonpfähle wurden Rohrleitungen eingebaut. In ihnen zirkuliert Wasser, das dem Boden gespeicherte Wärmeenergie entzieht oder zuführt. Die Erdwärme wird für Heizung und Kühlung verwendet, CO2-Ausstoß drastisch vermindert.
Förderungen abholen! "Energievernichtungsgebäude" müssten schnellstens saniert werden, verwies Infrastrukturreferent Gerhard Dörfler auf ein "großes Potential". Bis 2015 solle der Energieverbrauch der Gebäude um 20 Prozent reduziert werden, nannte Michael Marketz als Ziel der Kelag, die auch Energieberatung durchführt. Umfassende Gebäudeanalysen bietet Gerhard Moritz vom Verein energie:bewusst Kärnten an. Eine thermische Sanierung könne die Heizkosten um die Hälfte reduzieren. "Es gibt Förderungen bis zu 21.600 Euro. Aber die Leute holen sie nicht ab", so Moritz. Wichtig: Ansuchen vor der Sanierung!









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