Estag setzt auf grün und holt Kunden zurück
Land Steiermark erhält eine Dividende von mehr als 35 Millionen Euro.

Foto © KanizajKois: zum Schluss eine glänzende Bilanz
GRAZ. Zum Ende seiner beruflichen Laufbahn legte der Vorstandssprecher der Energie Steiermark (Estag), Oswin Kois, eine Bilanz vor, die das Land Steiermark als 75-Prozent-Eigentümer des Stromkonzerns freut: Ins Budget des Landes fließen aus dem Estag-Gewinn 35,25 Millionen Euro. Kois hat heute seinen letzten Arbeitstag. Der zweiten Eigentümergruppe Electricite de France/Gaz de France werden 11,75 Millionen Euro überwiesen.
Insgesamt macht die Dividende 47 Millionen Euro aus, gegenüber 2010 sind das um 20 Millionen mehr.
Das operative Ergebnis wurde um 19,2 Prozent auf 83,3 Millionen erhöht. Das EGT (Gewinn vor Steuern) ging um knapp vier Prozent auf 92,6 Millionen zurück. Durch eine Wertberichtigung des Verbundkonzerns beim Kraftwerk Mellach wird das Ergebnis der Estag - sie ist an der Verbund Thermal Power beteiligt - mit 17 Millionen Euro belastet. Den steigenden Absatz bei Strom führt Kois auf "eine stabile Konjunktur" und auf Rückgewinnung von Kunden zurück. Die "ökologische, grüne Komponente" mit Wasserkraft, Biomasse, Fotovoltaik und Elektromobilität habe das Vertrauen der 600.000 Kunden, 450.000 davon im Inland, gestärkt und Neues geschaffen. Umsatz und Absatz bei Strom nahmen um jeweils zehn Prozent zu.
Ein Verlustbringer, der die Bilanz stark belastete, die Müllverbrennung Enages in Niklasdorf, ist an Roxcel verkauft, die Verträge wurden vergangenen Freitag unterschrieben. Über den Kaufpreis gibt es keine Mitteilung. HELLFRIED SEMLER








