Grünes Kreuz: Ex-Chef erstattet Anzeige
In seiner Selbstanzeige erhebt er schwere Vorwürfe gegen Verantwortliche des LKH Graz.

Foto © Thomas PilchManipulationen bei der Vergabe interner Krankentransporte
Schwere Vorwürfe gegen sich selbst und gegen zwei Mitarbeiter des Landeskrankenhauses Graz erhebt Bernhard Fleischhacker, ehemaliger Chef des Grünen Kreuzes Lieboch. Es geht um Absprachen und Manipulationen bei der Vergabe interner Krankentransporte.
Krankentransporte. Diese Krankentransporte wurden bereits vor drei Jahren an das Grüne Kreuz vergeben. Damit damals das Rote Kreuz nicht zum Zug kommt, soll es zu Absprachen zwischen ihm und zwei Verantwortlichen des Landeskrankenhauses Graz gekommen sein. Das behauptet zumindest Bernhard Fleischhacker in einer Selbstanzeige an die Staatsanwaltschaft Graz. Mehrmals habe man sich getroffen, um Vorgangsweisen und Strategien zu besprechen.
Optimale Anbotslegung. Man habe dem Grünen Kreuz vertrauliche Daten, Aufzeichnungen, Statistiken und Unterlagen aus dem LKH zur Verfügung gestellt, um das Anbot dementsprechend erstellen zu können, hält Fleischhacker in seiner Anzeige fest. Einer der beiden LKH-Verantwortlichen habe die Rechenmodelle überprüft und, wenn notwendig, korrigiert bzw. Empfehlungen abgegeben, wie die Ausschreibung am besten gemacht werden soll. Fleischhacker gestern zur Kleinen Zeitung: "Dadurch war eine präzise Vorbereitung für eine optimale Anbotslegung möglich."
Selbstkostenpreis. Die Zielvorgabe hätte gelautet, einen Selbstkostenpreis zu kalkulieren und anzubieten, um diese Kostenstelle möglichst gering zu belasten. "Als Gegenleistung habe man dem Grünen Kreuz andere Transportaufträge zugesichert", behauptet Fleischhacker, der inzwischen aus dem Grünen Kreuz ausscheiden musste.
Selbstanzeige. Laut KAGES-Vorstand Ernst Hecke ermittelt die Innenrevision. "Bericht habe ich noch keinen", so Hecke. Auch Landesrat Helmut Hirt weiß bereits von der Selbstanzeige. "Das ist ein Fall für den Staatsanwalt", so der Politiker.








