Nach Brandunfall: Frauen weiter in Lebensgefahr
Tragisches Ende einer Schönheitsbehandlung in Langegg: Paste auf dem Herd fing Feuer und ergoss sich über zwei Freundinnen. Kriminallabor soll nun untersuchen, weshalb die Paste zum Entharzen dermaßen brannte.

Foto © ÖAMTC Die Frauen wurden mit zwei Rettungshubschrauber ins Spital gebracht
30 Prozent der Hautoberfläche bei Ionela P. sind verbrannt, zweiten und dritten Grades schwer. Die 26-jährige Rumänin liegt in der Brandverletztenstation im LKH Graz im künstlichen Tiefschlaf und wird wohl noch Tage darin gehalten werden. Die Frau schwebt nämlich noch immer in Lebensgefahr. Doch noch dramatischer ist der Zustand ihrer Freundin Corina L. (32), in deren Wohnhaus in Langegg bei Laßnitzhöhe es Montagvormittag zu dem folgenschweren Unfall beim Enthaaren gekommen war. Bei ihr sind gleich 50 Prozent der Hautoberfläche zweiten und dritten Grades verbrannt, die Ärzte im AKH Wien kämpfen um ihr Leben.
Enthaarungspaste
Wann die Frauen wieder aus dem Tiefschlaf geholt werden können, wann ihre Befragung möglich ist, ist nicht absehbar. Bis dahin wird es auch ein Rätsel bleiben, wie genau der Unfall geschah. Fest steht bisher nur, dass die beiden Rumäninnen eine Enthaarungspaste aufkochten, die sich selbst entzündete. Die Frauen, die wohl neben dem Herd standen, wurden von der siedend heißen Flüssigkeit getroffen.
Ein Kriminallabor in Wien untersucht nun das Gemisch, das die Beamten der Brandgruppe des Landeskriminalamtes noch am Montag in Langegg sicherstellten. Denn bisher steht nicht einmal fest, ob es sich um eine Wachsmasse oder eine Zuckerpaste, die zum "Sugaring" verwendet wird, handelt. Und ob die Masse fertig gekauft oder von den Frauen selbst angerührt wurde.









