"Amokfahrt" quer durch den Ort endete auf Gleis
78-Jähriger erlitt am Steuer Anfall und raste mit hohem Tempo durch Deutschfeistritz. Serienunfälle und Selbstmord auf der Südautobahn.

Foto © PrivatDas Ende einer Irrfahrt: Der Lenker dürfte am Steuer einen Anfall erlitten haben
Erst rollte der Kleinwagen noch gemächlich durch das Deutschfeistritzer Ortszentrum. Plötzlich aber wurde er immer schneller und schneller, "als ob der Lenker Gas- und Bremspedal verwechseln würde", wie Augenzeugen berichteten. Doch hinter der "Amokfahrt" eines 78-jährigen Einheimischen gestern Nachmittag steckte offenbar ein medizinischer Notfall.
Mit unverminderter Geschwindigkeit raste der Wagen über die Marktplatzkreuzung, dann durch einen Park. "Dort halten sich oft viele Jugendliche auf. Diesmal zum Glück nicht", so ein Polizist. Das Auto durchschlug das gläserne Wartehäuschen der Steiermärkischen Landesbahnen, wurde über deren Gleise katapultiert und blieb nur knapp vor der Böschung des Übelbaches stehen. Viele im Ort waren Augenzeugen des spektakulären Unfalls geworden, Passanten leisteten dem Mann sofort Erste Hilfe. Der Pensionist, der beim Unfall nur leicht verletzt worden war, wurde in die Sigmund-Freud-Klinik eingeliefert.
Zwei Serienunfälle bei Laßnitzhöhe legten am Nachmittag die Südautobahn lahm. Es gab mehrere Leichtverletzte. Und in Arnwiesen stürzte sich ein 42-jähriger Oststeirer von einer Brücke auf die A 2 und prallte auf einem Auto auf. Der Mann war sofort tot.








