Letzte Ruhe unterm Baum im Wald
Der erste Friedwald Österreichs wird demnächst in einem Wald bei Kumberg eröffnet. Dort kann man sich in einer Urne unter Bäumen beerdigen lassen.
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In Deutschland ist diese Alternative zur traditionellen Bestattung am Friedhof längst gang und gäbe. Rund 45 Friedwälder werden dort schon betrieben. Demnächst wird man auch auf einem rund zehn Hektar großen Waldgrundstück am südöstlichen Ausläufer des Schöckls in einer biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln eines Baumes seine letzte Ruhe finden können. Der Verstorbene muss natürlich vorher eingeäschert werden.
Der Waldbesitzer Franz Wimpffen fand Gefallen an dieser Idee aus Deutschland und stellte ein Grundstück zur Verfügung, das mittlerweile von der Gemeinde Kumberg auch für diese Nutzung umgewidmet wurde. Das Areal steht bis zum Jahr 2111 für diese Zwecke zur Verfügung. Der in dieser Region tätige Bestatter Robert Großschädl hat schließlich den Friedwald mit Genehmigung der deutschen Friedwald GmbH in die Realität umgesetzt. Die offizielle Eröffnung in Kumberg findet am 27. September statt.
Mit einem geschulten Förster wird an Ort und Stelle der gewünschte Baum für die Bestattung ausgesucht. In Deutschland sucht etwa ein Großteil der Interessenten schon zu Lebzeiten seinen Platz im Friedwald aus. Im Friedwald Schöcklland stehen etwa Eichen, Buchen, Ahorn oder Kirschbäume zur Auswahl. Und man kann auch zwischen einem Gemeinschaftsbaum (bis zu zehn Bestattungen) sowie einem Familien- oder Freundschaftsbaum wählen.
Der Friedwald steht Verstorbenen aller Konfessionen offen. Und die Beisetzung kann ganz individuell gestaltet werden, bis hin zur christlichen Einsegnung. Am Baum wird dann ein Schild angebracht, mit dem Namen - und je nach Wunsch auch mit einem Gebet, Spruch oder Bibelvers. Schließlich gibt es noch einen zentralen Andachtsplatz mit einem Holzkreuz und Bänken.










