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Zuletzt aktualisiert: 31.10.2009 um 18:54 UhrKommentare

Tropfen, Licht und Nadeln

Der Kopf dröhnt, die Nase rinnt, der Hals kratzt? Noch ist es nicht zu spät. Expertinnen verraten ihre Tricks gegen die Grippe.

Foto © APA/Sujet

Wärmende Gewürze und Tee

Waltraud Kundigraber, Diätologin aus Löffelbach: In der Grippezeit sollte man ausreichend trinken, weil dadurch die Zellen des Immunsystems umso beweglicher bleiben. Zusätzlich sollte man sich ausgewogen und gesund ernähren. Am besten durch regionale Produkte. Beispielsweise mit Knoblauchcremesuppe, Hühnersuppe oder mit Aufstrichen, die Kresse oder Krenn enthalten. Vitamin C und Bioflavone stärken das Immunsystem ebenfalls. Sie sind beispielsweise in Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Zitronen, Orangen, Äpfeln oder heimischen Kiwis enthalten. Ich selbst achte in der kalten Jahreszeit auf ausreichend Bewegung an der frischen Luft und genügend Schlaf. Außerdem trinke ich in der kalten Jahreszeit Tee und esse mindestens eine warme Mahlzeit am Tag. Zudem verwende ich wärmende Gewürze wie Anis, Zimt, Gewürznelken, Ingwer und Kardamon.

Roter Sonnenhut zur Stärkung

Claudia Weber, Apothekerin, Stadtapotheke Gleisdorf: Zur Grippezeit setzen viele Menschen auf natürliche Präparate, die Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine enthalten und das Immunsystem ankurbeln. Vorbeugend und unterstützend, beziehungsweise die Krankheit verkürzend, wirkt etwa der bekannte "Rote Sonnenhut", wenn er kurmäßig eingenommen wird. Um gesund zu bleiben, sind viel Bewegung an der frischen Luft, Sport und die Zufuhr von Vitaminen auf natürliche Art das Um und Auf. Also genug Obst und Gemüse essen!

Gesund bleiben als Nadelkissen

Kerstin Alge-Kerber, Allgemeinmedizinerin und Akupunkturärztin in Kumberg: Ich versuche, gemäß der traditionellen chinesischen Medizin meine Mitte zu stärken und zu wärmen. Das geht zum einen über die Ernährung, indem man jetzt zum Beispiel weniger Rohkost zu sich nimmt, sondern vielmehr gekochtes Gemüse, Obst und Getreide. Ein guter Start in den Morgen ist zum Beispiel gekochte Hirse oder Polenta mit gewärmtem Obst. Das schmeckt echt lecker! Cornflakes mit Milch oder Südfrüchte sind hingegen kühlend und schwächen die Abwehr. Neben einer bewussten Ernährung und viel Bewegung in frischer Luft wende ich prophylaktisch auch Akupunktur an. Die Nadeln, die an bestimmten Punkten am Körper appliziert werden, senden über die Nervenbahnen einen Reiz an das Gehirn. Und bestimmte Punktekombinationen stärken eben speziell die Abwehrenergie.


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