35 tote Schweine in Stall entdeckt
Bei einer Routinekontrolle fand Amtstierarzt zwei tote Tiere. Als die Polizei Nachschau hielt, wurden in einem zweiten Stall die Skelette von weiteren 33 Tieren entdeckt.

Foto © Polizei
Bei einer routinemäßigen Stichprobenkontrolle stieß Amtstierarzt Diethard Hönger auf einem Anwesen südlich von Graz am Donnerstag auf ein Tierdrama. "Im Stall wurden zwei tote Schweine gefunden, die 25 lebenden Tiere waren zum Teil unterernährt", sagt Hönger. Am Montag gab es auf dem Nebenerwerbsbauernhof neuerlich behördlichen Besuch: Drei Tierärzte, eine Juristin der Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung und die Polizei untersuchten die Missstände. "Dabei stellte sich heraus, dass der Amtstierarzt beim ersten Besuch getäuscht wurde. In einem zweiten Stall befanden sich noch viele weitere tote Schweine", erklärt Heimo Cordon von der Polizeiinspektion Kalsdorf. Insgesamt stießen die Behördenvertreter auf 35 Kadaver, viele davon waren schon skelettiert.
Verschwiegen
Seinen Ausgang dürfte der Fall im Dezember 2010 genommen haben. Damals sollen die ersten beiden Schweine verendet sein. Als das die Bäuerin (44), die die Landwirtschaft führt, ihrem Gatten (48) erzählte, soll er ausgerastet sein. Deshalb dürfte ihm seine Ehefrau die weiteren verendeten Tiere verschwiegen haben.
Die Schweine wurden den Besitzern abgenommen und gestern von einem Viehhändler abgeholt. "Die schlachtfähigen Tiere werden zum Schlachter gebracht, die anderen Schweine werden gemästet", so Hönger. Vor der Kontrolle am Donnerstag habe es mit dieser Landwirtschaft zwar noch nie Probleme gegeben, allerdings sei der Amtstierarzt zuvor einmal abgewimmelt worden. Das Ehepaar und ihre Tochter (21) wurden wegen Tierquälerei angezeigt.









