Land vergab mit über 30.000 Euro dotierte Forschungspreise
Die Archäologin Ute Lehner-Urban und der Biowissenschafter Sepp Dieter Kohlwein (beide Universität Graz) sowie der Elektrotechniker Franz Pernkopf von der Technischen Universität Graz haben die mit jeweils 10.900 Euro dotierten Auszeichnungen erhalten.
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Die höchstdotierten Forschungspreise der Steiermark sind am Freitag in Graz verliehen worden. Die Archäologin Ute Lehner-Urban und der Biowissenschafter Sepp Dieter Kohlwein (beide Universität Graz) sowie der Elektrotechniker Franz Pernkopf von der Technischen Universität Graz haben die mit jeweils 10.900 Euro dotierten Auszeichnungen erhalten. Die Wissenschafter forschen im Bereich der Regionalarchäologie, des Zellstoffwechsels und der Signalverarbeitung.
Die Fachgebiete
Für ihre Aufarbeitung der Ausgrabung einer römischen Siedlung in Kalsdorf bei Graz ist Ute Lohner-Urban (geb. 1967) mit dem Erzherzog Johann-Forschungspreis ausgezeichnet worden. Durch ihre Analysen des Fundmaterials der rund fünf Hektar großen Ausgrabungsstätte seien neue Aussagen über die Geschichte der Steiermark zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert n. Chr. möglich. Das erleichtere die historische Einordnung anderer steirischer Fundstellen, hieß es vonseiten des Wissenschaftsressorts.
Dass Fette eine wichtige Rolle beim Zellwachstum und der Zellteilung spielen und eine medikamentöse Hemmung der Fettspaltung möglicherweise das Wachstum von Krebszellen bremsen könnte, konnte Sepp Dieter Kohlwein (geb. 1954) vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Uni Graz in einer seiner jüngsten Publikationen aufzeigen. Kohlwein widmet sich mit seiner Arbeitsgruppe der Erforschung von Fettstoffwechselerkrankungen im Modellsystem Hefe. Die Anwendung biochemischer und genomischer Technologien sowie die Entwicklung neuartiger mikroskopischer Methoden brachten seinem Team an der Uni Graz bereits international eine Spitzenstellung ein.
Mit Wegen, die Wirklichkeit durch statistische Daten präziser abzubilden, setzt sich Franz Pernkopf vom Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation der Technischen Universität Graz auseinander. Für seine Habilitationsschrift zu den sogenannten Grafischen Modellen, die in der Neuroinformatik, der Robotik, der Phonetik und Linguistik zum Einsatz kommen können, erhielt der gebürtige Oberösterreicher den Förderungspreis des Landes Steiermark.










