Schüler unter Strom
Gegner wie auch Betreiber der Kraftwerke in den Grazer Mur-Auen setzen jetzt auf Kinder, um Stimmung rund um das Projekt zu machen.

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Gebt den Kindern das Kommando: Während die Stadt Graz derzeit an den Modalitäten feilt, die mit dem geplanten Verkauf von Grundstücken für die beiden umstrittenen Mur-Kraftwerke südlich von Graz einhergehen, üben sich Gegner und Betreiber des Projekts weiter in Stimmungsmache. Beide setzen nun verstärkt auf den Emotionsfaktor: auf Kinder.
Demo. So versammeln sich die Gegner und der Naturschutzbund am Dienstagvormittag auf der Murinsel. Mit dabei haben sie "Kindergruppen aus Kindergärten und Schulen", die "selbst gebastelte Transparente" mitbringen, um gegen die Kraftwerke zu demonstrieren. Motto: "Auch unsere Kinder wollen noch lebendig fließende Flüsse erleben" (Naturschutzbund).
Ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Da will sich die Energie Steiermark als Projektbetreiberin nicht lumpen lassen. 150 Schulkinder ließ man dieser Tage "einen Blick hinter die Kulissen der Murkraftwerke" werfen und die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen erforschen. Höhepunkt sei für die "begeisterten Kinder" die Montage von Brutkästen für Vögel und Fledermäuse gewesen, ließ die Energie Steiermark in einer Aussendung wissen. In Hinkunft seien weitere ähnliche Aktionstage seien geplant.
Am Projekt selbst werden die Aktionen beider Seiten nichts mehr ändern. Die letzten Genehmigungen für den Bau wurden im Frühjahr erteilt, im Herbst soll es losgehen. Die beiden Kraftwerke sollen 2011 beziehungsweise 2012 in Betrieb gehen.
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Fakten
Die beiden Murkraftwerke entstehen in Kooperation zwischen Energie Steiermark und Verbundkonzern. Investitionssumme: 155 Millionen Euro. Im Herbst starten die Bauarbeiten. Schlägerungen gab es bereits im Frühjahr.
Die nördliche Anlage wird in Nachbarschaft zur Kläranlage Gössendorf gebaut. Maximalleistung: 18,75 Megawatt.
Die südliche Anlage entsteht bei Kalsdorf. Maximalleistung: 18,51 Megawatt.









