Sein größter Wunsch - endlich ein Gebiss
Schizophrener Patient des Pflegezentrums Kainbach wartet schon seit Jahren auf Zähne.

Foto © KanizajWalter W. bei seiner Lieblingsbeschäftigung
Als Walter W. (56) zu Weihnachten das Titelbild der Kleinen Zeitung mit einer Zeichnung zu Josef und Maria vor der Krippe gestaltete, stand er kurz im Rampenlicht der Öffentlichkeit.
Dann kehrte er wieder in seine eigene Welt zurück, denn er lebt mit der Diagnose Schizophrenie im Pflegezentrum der Barmherzigen Brüder in Kainbach und malt für sein Leben gern. Dieses Leben war nie gerade verlaufen, hatte immer Ecken und Kanten. Das Fernweh hat ihn durch die Welt getrieben, gelebt hat er vom Verkauf der Bilder, von Asphaltzeichnungen, von Freunden.
Kurzzeitig studierte er sogar an der Nationalen Kunsthochschule in Paris. Als er in den 80er-Jahren nach Österreich zurückkehrte, landete er in der Psychiatrie. "Ich habe zehn Jahre lang Stimmen gehört", erzählt er. Schizophrenie, Alkohol. Jetzt ist er trocken, hört keine Stimmen. Aber er hat auch keinen einzigen Zahn mehr - sein größter Wunsch ist ein Gebiss, das 700 Euro kostet. Dabei möchten wir ihm helfen. Sie auch?
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