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Ideenstreit um Zukunft
SP-Bürgermeister Harald Mulle will den Mandatsstand von 2005 halten.
Mit einem fulminanten und rekordverdächtigen Plus von 21,1 Prozent und einem Zuwachs von vier Mandaten katapultierte sich in Judendorf-Straßengel die SPÖ mit Spitzenkandidat Harald Mulle bei den Gemeinderatswahlen 2005 auf eine absolute Mehrheit von 68,4 Prozent und 16 Mandaten.
Zwar gibt sich Mulle heute bescheiden und räumt ein, dass er damals von der Auflösung der Bürgerliste Pucher profitierte, die 2005 nicht mehr angetreten war. Den Stand von 2005 will er dennoch am 21. März halten. Auf das Gemeindeklima habe die Absolute ohnehin keinen allzu großen Einfluss. Das bestätigt zwar auch Manfred Niemands, Spitzenkandidat der ÖVP-Opposition, die mit vier Mandaten im Judendorfer Gemeinderat sitzt. Dennoch vermisst er "ein auf die Zukunft gerichtetes Gesamtkonzept für den Ort, das etwa die sinnvolle Gestaltung des Parkareals beim Ortszentrum mitdenkt", so Niemands.
Projekte der Kleinregion
Das will Mulle so nicht gelten lassen: "Das neue Ortszentrum ist ein Projekt mit Bürgerbeteiligung. Dazu kommen der neue Sportplatz und das neue Pflegezentrum der Firma Humanitas." Auch er schätzt die gute Stimmung unter den Fraktionen, aber auch die Kooperation mit den Gemeinden Gratkorn, Gratwein und Eisbach-Rein, mit denen man sich zu einer Kleinregion zusammengeschlossen hat. Viel verspricht sich Mulle da von dem gemeinsamen Fernwärmeprojekt mit der Papierfabrik Sappi, aber auch an gemeinsamen Konzepten zu Verkehr, Kinderbetreuung und Jugendarbeit ist man dran.
Kritik bezüglich Verkehrsanbindung kam zuletzt aber mehrfach vom Grünen-Spitzenkandidaten Alexander Ebner, der die mangelnde Barrierefreiheit am Bahnhof Judendorf-Straßengel Richtung Graz moniert. Mulle: "Das müssen wir mit den ÖBB endlich klären." HELMUT BAST




