Euro-Bus in Graz: 40.000 gut versteckte Schilling
Altbewährt und noch immer heiß begehrt ist der Euro-Bus. Gestern wurden in Graz 448.756 Schilling umgetauscht.

Foto © ScheriauNadine Sebekovsky: Aus dem Andenken wird Bares fürs Shoppen
GRAZ. Zum neunten Mal seit 2002 hat der Euro-Bus der Nationalbank gestern seine Steiermark-Tour angetreten. Und die Leute kommen noch immer in Scharen, um ihre alten Alpendollar in Euro umzutauschen. Zum Auftakt in Graz waren es gestern 465 Steirer, die insgesamt 448.756 Schilling zu flüssigem, sprich zahlungsfähigem Geld machten. Warum haben die Steirer auch fast neun Jahre nach der Euro-Umstellung so viele Schillinge gehortet?
Vielen ergeht es so wie der 14-jährigen Nadine aus Gössendorf. Sie hat sich vom Taschengeld ihrer Oma aus früheren Zeiten 200 Schilling "als Andenken" aufbehalten. "Doch jetzt habe ich es getauscht, weil ich das Geld zum Shoppen verwenden will", sagt Nadine. Andere haben so ein Glück wie eine Dame aus Hitzendorf. Sie fand in einem versteckten Fach im Kleiderschrank 40.000 Schilling. Über diesen "Notgroschen" ihrer Vorfahren können sich jetzt ihre Nachkommen freuen: "Sie bekommen das Geld für ihre Führerscheinprüfung", so die glückliche Dame. Insgesamt sind noch neun Milliarden Schilling im Umlauf, das sind im Schnitt 1000 Schilling pro Steirer.







