Gollenz verlässt Acoton
Polarisierender Bauträger-Chef nimmt den Hut. GU-Bürgermeister zu Fusionsgesprächen geladen.
Knalleffekt bei der Alpine-Tochter Acoton: Der Geschäftsführer des Bauträgers, Gerald Gollenz, der sich mit dem Thalia-Umbau und dem Bauplatz Andreas-Hofer-Platz an den kompliziertesten, prominentesten und vertracktesten Projekten zeitweise fast die Zähne ausgebissen hat, nimmt den Hut. In einem Brief an seine Geschäftspartner verabschiedet er sich per Ende Juni mit seiner Bilanz. Er hat in seinen 17 Jahren als Acoton-Geschäftsführer in Wien, Graz, Salzburg und Linz rund 700 Wohnungen, 30.000 m2 Büro- und Geschäftsflächen mit einem Gesamtvolumen von 350 Millionen Euro realisiert.
Über den Sommer nimmt er eine Auszeit, prüft "ein paar Beteiligungen, die mir angeboten worden sind", und will dann als Konsulent für Immobilien-Entwickler werken. Er bleibt Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer, noch zwei Jahre lang Konsulent der Acoton und damit weiter Herr über die genannten Baustellen. Gollenz: "Ich werde den Andreas-Hofer-Platz auf Schiene bringen und bleibe für die Thalia zuständig." In Sachen Andreas-Hofer-Platz gibt es übrigens endlich den Gipfel im Bürgermeisteramt mit Baudirektor Bertram Werle und Stadtplanungschef Heinz Schöttli. Die Acoton will den Architektenwettbewerb ja heuer starten. Bei der Thalia werden seit letzter Woche die Stahlträger für den Fitness-Center-Aufbau montiert.
Fusionsgespräche in Graz-Umgebung
Das Land lud diverse Ortschefs aus Graz-Umgebung zu Fusionsgesprächen: darunter Anton Weber (Dobl) und Ernst Gödl (Zwaring-Pöls). Fazit: "Wir haben scharf diskutiert", so Gödl. Man sagt nicht kategorisch Nein, wird Vor- und Nachteile analysieren und das Land bis 2. Juli informieren. Verärgert zeigte sich hingegen Helmut Holzapfel aus Haselsdorf-Tobelbad: "Das Land lässt keine Alternativen zu." Dabei wolle man nicht mit Lieboch fusionieren. Indes sei eine Teilung von Tyrnau nach Gesprächen mit dem Land "vom Tisch", so Ortschef Robert van Asten. Weiter unklar ist aber, ob die 160-Einwohnergemeinde gemeinsam mit Tullwitz mit Frohnleiten oder mit Fladnitz (Bezirk Weiz) fusioniert.
H. BAST, B. HECKE, T. ROSSACHER








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