Alles neu: Knapp vor dem Ziel
Knapp vor dem Einzug in die neue Konzernzentrale in Hart bei Graz gab's bei der Knapp AG einen Großumbau im Vorstand.

Foto © LeodolterKnapp-Chef Eduard Wünscher und Neo-Vorstand Gerald Hofer: "Mehr produziert als je zuvor"
Die Fenster sind poliert, die meisten Lampen montiert - doch jetzt ist die Logistik-Automatisierungsfirma Knapp AG auch selbst logistisch so richtig gefordert. Siedelstress. 1100 der 1700 Knapp-Mitarbeiter sind bereits am Hauptstandort in Hart bei Graz beschäftigt. Hunderte von ihnen räumen nun ihren Schreibtisch. Um ab Juli einen neuen in der fast fertigen Konzernzentrale zu beziehen. 18 Millionen Euro hat Knapp in den letzten zwei Jahren - mitten in der Krise - in die siebenstöckige Software- und Entwicklungszentrale investiert.
Keine neuen Umzugskartons werden zunächst jedoch in die Chefetage bei Knapp gestellt, vielmehr dürften hier noch gar nicht alle alten Kartons ausgeräumt sein. Denn mit dem Neubau der Zentrale ging auch ein Umbau des Vorstandes und der Organisation einher. Töchterfirmen wurden in die Knapp AG operativ integriert. Der langjährige Technik-Vorstand Karl Freudelsperger ging in Pension. Neben dem Langzeitchef Eduard Wünscher zog jetzt Gerald Hofer in den Vorstand der Knapp AG ein. Der Exportkaufmann ist seit 16 Jahren bei Knapp und künftig für Kunden, Vertrieb und Marketing verantwortlich. Zusätzlich wurde die Geschäftsführung um Franz Mathi (Fertigung & Einkauf) und Gerald Lassau (Produkt-Management) erweitert.
Ein Großauftritt steht dem neuen Vorstand Hofer kommende Woche bevor, wenn bei der Hauptversammlung die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2009/10 präsentiert werden. So viel will Hofer jetzt schon verraten: "Eigentlich ist es eine Sensation, dass wir uns trotz Krise wieder auf dem Niveau von 2008 bewegen. Wir haben im letzten Jahr mehr produziert als je zuvor." 2008/09 lag der Jahresumsatz der weltweit an 26 Niederlassungen tätigen Knapp AG bei 239 Millionen Euro.
Wann wird der 2008 abgeblasene Börsengang nachgeholt? "Wir haben auch ohne Börsengang Geld, um andere Technologie-Unternehmen kaufen zu können", so Hofer.
Derzeit stellt Knapp bis zu 15 Software-Experten ein - pro Monat. Auch deshalb sei die Eröffnung der neuen Zentrale überfällig. In deren riesigen Glasfront spiegelt sich damit nicht nur das große Knapp-Areal in Hart wider, sondern auch der wirtschaftliche Erfolg.









