Kühles Nass und Wermutstropfen
Mit einem großen Fest feiert Gratwein die Neueröffnung des Bades Weihermühle am Samstag, den 5. Juni. Trocken dagegen bleiben weiterhin die Becken im Freibad in Pachern.

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Für die Wasserratten kommt die Wiedereröffnung des Bades Weihermühle just zum Beginn der Badesaison gerade recht. Um 1,6 Millionen Euro wurde das Naturbad auf Vordermann gebracht. Dagegen geschlossen bleibt das Freibad Pachern, trotz mehrmaliger gegenteiliger Ankündigung von Bürgermeister Gerhard Payer (SPÖ).
Zwar haben die vielen Unwetter letztes Jahr Neubau und Sanierung des Bades Weihermühle verzögert, nächsten Samstag, 5. Juni, wird mit großem Pomp eröffnet. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucher ein dichtes Programm: Hokus Pokus Musikus, Schlagerstar Udo Wenders, die Angry Advocats und die Popband Zweitfrau heizen ein, die Abkühlung im Bad ist inbegriffen.
SP-Bürgermeister Gerald Murlasits verweist stolz auf das "neue" Bad Weihermühle: "Eingangsbereich samt Bistro wurde komplett neu errichtet, die Umkleiden und Duschen saniert." Die Gebäude-Umgestaltung im Schiffsstil durch Architekt Karl V. Schwarzl sei "sehr stimmig". Aber auch die Stege, Kinderbecken und -rutsche, Beachvolleyballplatz sind neu gerichtet worden. Die Gesamtkosten machen 1,6 Millionen Euro aus, 500.000 Euro kommen vom Land Steiermark, 1,1 Millionen Euro trägt die Gemeinde. "Aus Rücklagen", wie Murlasits betont.
Pachern bleibt geschlossen
Seit 2006 herrscht dagegen Wehmut in Pachern (Gemeinde Hart bei Graz). Damals schloss das Freibad, weil für Besitzerfamilie Jauk die Sanierungskosten für die lecken Becken zu hoch wurden. Seither verkündet SP-Bürgermeister Gerhard Payer, das Bad durch die Gemeinde übernehmen zu wollen. "Ja, wir sind noch immer interessiert", so Payer. Heinz Jauk, mit Mutter Maria Jauk Besitzer des Freibades, sieht das anders: "Verpachten oder auch Verkaufen wäre auch in unserem Interesse. Doch der Bürgermeister macht kein Angebot."








