BDI: Wachsam aus der Ferne
Die BDI Bioenergy aus Grambach erhält neuen Vorstand. Die Firmengründer halten im Hintergrund die Augen offen.

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Die Entscheidung wurde ohne viel Federlesens getroffen. "Irgendwann", sagt BDI-Mitbegründer Wilhelm Hammer, "ist es Zeit, aus dem operativen Geschäft auszuscheiden". Die Firmengründer und Vorstände Hammer und Helmut Gössler geben die Verantwortung in jüngere Hände ab. Aus persönlichen Gründen. Was heißt das? Hammer: "Dass wir irgendwann dem Firmennachwuchs eine Chance geben müssen." Und - "pumperlg'sund" jedenfalls seien beide, Gössler und Hammer. Der Rückzug erfolgt mit 30. Juni, als Nachfolger wurden Markus Dielacher und Edgar Ahn, beide langjährig in der BDI, installiert.
Hammer geht in die Tiefe. Im Tagesgeschäft sei oft zu wenig Zeit geblieben, Projekte, Ideen, Netzwerke, neue Schienen zu verfolgen und zu stärken. In den 15 Jahren seit der Gründung wurde die BDI aus kleinen Anfängen zu einem der Weltmarktführer für Biodiesel-Anlagen geführt. "Das Tandem aus Kaufmann und Techniker hat BDI groß gemacht", ist Hammer stolz, Dielacher und Ahn werden als Tandem weiterfahren.
Künftig wollen Hammer und Gössler im Hintergrund agieren. Sie gingen auch nicht in den Aufsichtsrat: "Sollen wir den Vorstand anweisen, was er tun soll? Das weiß er schon selbst", meint Hammer. Über die Firma wachen können die Gründer jederzeit, mehr als drei Viertel der BDI gehören ihnen, "das ist ein sehr großer Einfluss". Hammer und Gössler bleiben "Aktionäre und Berater".
Für neue Projekte haben Hammer und Gössler etliche Ideen. Etwa in der Kooperation mit steirischen Firmen im Umweltschutz, wo Synergien Erfolg bringen sollen. Oder im Anlagenbau und in der Forschung, z. B. in der Zucht von Algen, die zu Biotreibstoffen, Nahrungsmitteln oder Pharmaprodukten verarbeitet werden können.
Auch ist die BDI an einer Reihe anderer Firmen beteiligt (www.bdi-bioenergy.com). Ideen aus der Zusammenarbeit sollen künftig häufiger zur Marktreife geführt werden. Und schließlich will Hammer ein "wachsames Auge" auf Zukäufe werfen, dafür hat man 50 Millionen Euro auf dem Konto.









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